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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einmaliges Projekt wird bis 2021 verlängert

23.01.2019

Ovelgönne /Hannover /Braunschweig Gute Nachrichten für die Region und das Grünlandzentrum Ovelgönne: Um weitere zwei Jahre ist jetzt das in Deutschland bisher einmalige Verbundprojekt „SWAMPS“ (englisch für Sümpfe) verlängert.

Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Niedersachsen stellen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Projekt dient der Förderung des Klimaschutzes. SWAMPS testet Methoden, wie die Freisetzung von Treibhausgasen aus Moorgebieten reduziert und dabei die Wertschöpfung für landwirtschaftliche Betriebe erhalten werden kann. Für Leitung und Koordination zeichnet das Grünlandzentrum Niedersachsen/ Bremen in Ovelgönne verantwortlich.

Zu den weiteren Partnern zählen die Universität Oldenburg, das Thünen Institut in Braunschweig, die Landwirtschaftskammer Niedersachsen sowie das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

Bereits seit 2016 werden zusammen mit Landwirten aus der Wesermarsch Versuche auf landwirtschaftlich genutztem Moorgrünland vorgenommen. Die beiden Versuchsflächen liegen im Hammelwarder (Niedermoor) und im Ipweger Moor (Hochmoor) im Landkreis Wesermarsch.

Die Beteiligten untersuchen, wie sich unterschiedliche Wasserstände auf die Emissionen klimarelevanter Gase, Nährstoffflüsse, Biodiversität (Flora und Heuschrecken) sowie die landwirtschaftliche Nutzung (Befahrbarkeit, Produktion und Wirtschaftlichkeit) auswirken. Anhand der Ergebnisse sollen dann Handlungsempfehlungen für die Praxis abgeleitet und Beratungskonzepte erstellt werden.

Grundsätzlich gilt: Je feuchter das Moor, desto geringer die Emissionen von Kohlendioxid.

Die Versuchsflächen in beiden Moorgebieten wurden deshalb zunächst in drei Abschnitte unterteilt: eine Vergleichsfläche, die nicht reguliert wird, eine zweite Fläche, die über Wassergräben eingestaut wird, sowie eine dritte Fläche, in der der Wasserstand über eine sogenannte Unterflurbewässerung mittels Drainagen im Sommerhalbjahr angehoben wird. Das Wassermanagement wurde mittlerweile erfolgreich eingerichtet.

Besonders die Unterflurbewässerung hat die angestrebten Wasserstände erreicht und die Erwartungen der Beteiligten erfüllt. Die untypischen Witterungsverläufe der Jahre 2017 mit einem nassen Spätsommer und 2018 mit extremer Trockenheit lassen derzeit noch keine allgemeingültigen Aussagen zu, wie sich hohe Wasserstände in normal verlaufenden Vegetationsjahren auf Treibhausgase, Biodiversität, Nährstoffdynamik und Landwirtschaft auswirken.

Eine Projektverlängerung sei deshalb wichtig und notwendig, sind sich die Projektbeteiligten einig. Das Projekt läuft mit der aktuellen Förderung bis Mitte 2021.


     www.gruenlandzentrum.org 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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