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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Neues Heim für mutiges Schweinchen

28.05.2019

Oyten /Niens Einen todesmutigen Sprung wagte in der vergangenen Woche ein Ferkel auf der Autobahn 1 bei Oyten: Das Schweinchen war bei rund 90 Stundenkilometern Geschwindigkeit von einem Tiertransporter entkommen. Wie dem Tier die Flucht gelang oder ob der Sprung unfreiwilliger Natur ist, ist unklar – klar ist jedoch: Das Ferkel heißt jetzt Frederik und hat ein neues Zuhause auf dem Hof Butenland in Butjadingen gefunden.

Damit setzt sich das Happy End, welches dem Ferkel bislang vergönnt war, fort. Dabei ging die Geschichte von Frederik dramatisch los: Das Schweinchen fiel vom Laster, überschlug sich mehrfach auf der Fahrbahn und rutschte in den Seitenraum der Autobahn. Doch das Glück war dem jungen Tier hold: Es kam mit ein paar Blessuren davon – und wurde von einer hinter dem Tiertransporter fahrenden Tierschützerin aufgenommen. Die durfte das Tier in Rücksprache mit der mit der für den Tiertransport zuständigen Firma und der Polizei behalten – und entschied sich, das Tier zum Hof Butenland zu bringen.

Neues Zuhause im Kuh-Altersheim

Der in Niens liegende Hof ist eigentlich ein Altersheim für Kühe. Betrieben wird es von Jan Gerdes und seiner Lebensgefährtin Karin Mück. Gerdes hatte Anfang der 1980er Jahre den Hof Butenland von seinem Vater übernommen, um konventionelle Landwirtschaft zu betreiben. Kurz darauf stellte er auf Bio um, was zur damaligen Zeit noch einigermaßen exotisch war. Ob sein Sohn jetzt vollends spinne, musste sich der Vater fragen lassen, wenn er abends im Dorf mit seinen Skatbrüdern zusammensaß. Und das sollte noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein.

Lesen Sie auch: Ferkel springt auf der A1 von Tiertransporter

2002 gab Jan Gerdes die Landwirtschaft komplett auf, weil er der Meinung war, dass man sich auch als Biobauer „nur selbst etwas in die Tasche lügt“. Als ein Viehhändler seine Tiere abholte, standen ihm Tränen in den Augen. Zehn Kühe passten nicht mehr auf den Transporter. Jan Gerdes beschloss, sie zu behalten, sie am Leben und eines Tages eines natürlichen Todes sterben zu lassen. „Das sind heute unsere Omas“, sagt Karin Mück.

Video vom ersten Tag

Mittlerweile leben neben Schweinen, Enten, Gänsen, Kaninchen, Hunden und Katzen 42 Rinder auf dem Hof Butenland. Und nun auch Ferkel Frederik. Als „unser Stuntferkel“ bezeichnen die Betreiber auf ihrer Facebookseite ihren neuesten Bewohner, der gerade seinen ersten ganzen Tag in seinem neuen Heim erleben durfte. Die ersten Erkundungstouren von Frederik wurden, zum Glück, im Video festgehalten. „Dabei übernehmen wir ausdrücklich keine Haftung für anschließende Karies-Probleme in der Leserschaft, denn erwartungsgemäß ist das Endergebnis zuckersüß geworden“, heißt es dazu bei Facebook.

Aber überzeugen Sie sich selbst:

Claus Arne Hock Redakteur / Online-Redaktion
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Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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