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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Röhren Werden Gesperrt: Pendler brauchen starke Nerven am Wesertunnel

07.06.2017

Kleinensiel Eben schnell unter der Weser durchrutschen – damit ist ab nächstem Dienstag vorübergehend Schluss. Denn die Zufahrten zum Wesertunnel im Zuge der Bundesstraße 437 müssen saniert werden. Vor allem Pendler, die die Weser queren, werden dann mehr Zeit für den Arbeitsweg brauchen.

Wie Joachim Delfs, der Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, erläutert, wird die B 437 zwischen der Bundesstraße 212 in der Wesermarsch und der Einmündung zur Kreisstraße 55 im Landkreis Cuxhaven in drei Abschnitten auf einer Länge von 9,2 Kilometern erneuert. Im Tunnel selbst muss die Asphaltdecke nicht saniert werden.

Im ersten Bauabschnitt von Dienstag, 13. Juni, bis einschließlich Freitag, 23. Juni, wird die Nordröhre gesperrt, die vom Kreis Cuxhaven in die Wesermarsch führt. Im dritten Bauabschnitt von Montag, 3. Juli, bis Donnerstag, 13. Juli, ist die Südröhre in Richtung Kreis Cuxhaven dicht. Im zweiten Bauabschnitt vom 24. Juni bis zum 2. Juli bleiben beide Tunnelröhren offen, aber die Autofahrer werden auf der Ostseite des Tunnels auf Ausweichstrecken umgeleitet.

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Während der Sperrung der Tunnelröhren reduziert die Landesbehörde die Höchstgeschwindigkeit auf der befahrbaren Strecke der Bundesstraße 437 auf 60 Stundenkilometer. Außerdem sollen Geschwindigkeitstrichter auf der Bundesstraße 212 das Tempo der Verkehrsteilnehmer reduzieren – und zwar sowohl in nördlicher als auch in südlicher Richtung.

Auf der östlichen Weserseite kann im Bedarfsfall am Knotenpunkt Bundesstraße 437/Landesstraße 121/Kreisstraße 50 eine Ampel aufgestellt werden. Für Gefahrguttranssporte ist die Bundesstraße 437 während der gesamten Erneuerungsarbeiten tabu. Die Fahrzeuge müssen den Umweg nach Bremen und dann zur Autobahn in Kauf nehmen oder eine der drei Weserfährlinien nutzen.

Jürgen Wißmann, der Geschäftsführer der Weserfähre GmbH in Bremerhaven, ist ganz zufrieden mit den Terminen für die Tunnelsperrungen. Denn erstens sind wegen der Ferienzeit weniger Berufspendler unterwegs als sonst und zweitens gilt der Sommer für die 16 festen Mitarbeiter auf den beiden Fähren „Bremerhaven“ und „Nordenham“ sowieso als Hauptarbeitzeit, weil die kleine Seereise von Blexen nach Bremerhaven für viele Touristen ein Höhepunkt ihres Butjadingen-Urlaubs ist.

Deshalb stehen auch genügend Mitarbeiter für zusätzliche Fahrten zur Verfügung, sagt Jürgen Wißmann. Einige hätten sogar ihre Bereitschaft erklärt, im Notfall eine Woche Urlaub auf später zu verschieben.

Ab 5 Uhr zwei Fähren

Mit deutlich erhöhtem Andrang rechnet Jürgen Wißmann vor allem in den Morgenstunden. Deshalb setzt er werktags ab 5 Uhr die „Nordenham“ als zweites Schiff ein, so dass das Unternehmen bis 17.20 Uhr einen 20-Minuten-Takt anbieten kann. Bei Bedarf ist eine Verlängerung möglich. In Blexen ist die erste Abfahrt für 5.20 Uhr zu erwarten. Bis die Touristen ab etwa 9 Uhr kommen, dürften die Pendler weitgehend die Weser überquert haben, glaubt Jürgen Wißmann.

Und wenn der große Touristenansturm beginne, also ab 9. Juli, seien die Arbeiten an der Bundesstraße 437 so gut wie abgeschlossen.

Deutlich weniger Zuversicht legt Peter Schultze an den Tag, Geschäftsführer der Schnellfähre Brake/Sandstedt (SBS). „Das wird eine Katastrophe, weil wir das, was da kommt, nicht bewältigen können“, ist er überzeugt. Um den zu erwartenden Andrang abarbeiten zu können, brauchte er zusätzlich zu seiner „Kleinensiel“ ein zweites Fahrschiff. Doch dazu hätte er schon im vergangenen Jahr über die Tunnelsperrungen informiert sein müssen, sagt Peter Schultze: „Dann hätte ich mir die Fähre gechartert, die die Fähren Bremen/Stedingen (FBS) gerade nach Irland verkauft haben .“

Jetzt konnte er nur für vier Monate zwei zusätzliche Kräfte einstellen, die die Kassierer entlasten. Auch die Freischicht muss während der Sperrungen öfter ran. Zudem will er die Zahl der Überfahrten von derzeit sechs auf acht pro Stunde erhöhen, fürchtet aber, dass höchstens sieben zu schaffen sind. Auf 90 Metern Fahrbahnlänge kann er etwa 22 Autos unterbringen.

Ab Dienstag, 13. Juni, pendelt die „Kleinensiel“ auch nachts. In der Nacht zu Sonntag, 18. Juni, und Montag, 19. Juni, verkehrt die Fähre nicht, bis Freitag, 23. Juni, 24 Uhr, werden die Nachtfahrten wieder aufgenommen. Von Montag, 26., bis Freitag, 30. Juni, pendelt die Fähre von 5 bis 24 Uhr und ab Montag, 3. Juli, bis Donnerstag, 13. Juli, wieder im 24-Stunden-Betrieb.

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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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