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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Perle der Baukultur in Neuenhuntorf

25.11.2009

NEUENHUNTORF Tobis Revier ist geschichtsträchtig. Die Mauern, um die der schwarze Retriever-Mischling täglich streift, wurden im Jahr 1678 errichtet. Bauherr war damals der I. Oldenburger Deichgraf Anton Günther von Münnich. Heute sind Bärbel und Gerd Logemann die „Bauherren“, denn Baustopp ist in den alten Gemäuern nie so recht. 1982 hat das Ehepaar das Haus gekauft und seither Schritt für Schritt aufwändig saniert. Als Vorlage für die Arbeiten dienten historische Unterlagen und das Hausbuch der Münnichs.

Das Haus sei heruntergekommen gewesen, erinnert sich Bärbel Logemann: „Das Anwesen wurde rund 220 Jahre lang immer nur vermietet oder verpachtet. Da wurde nicht viel gemacht.“ Jetzt erinnert das Gut Neuenhuntorf wieder an alte Pracht.

Ein Beispiel hierfür ist das Trauzimmer der Gemeinde Berne, das im Erdgeschoss des Gebäudes eingerichtet ist. Historische Deckenmalereien zeigen Pärchen und Engelsfiguren. „Man könnte meinen, es wäre irgendwann genau für diesen Zweck gemacht worden“, findet Gerd Logemann, der seit 25 Jahren als Architekt in der Wesermarsch alte Bauernhäuser umbaut: „Man kann historische Gebäude so umbauen und nutzen, dass auch die Wirtschaftlichkeit gegeben ist.“

Deshalb findet das Paar auch, dass die Menschen in der Wesermarsch ihre Perlen ruhig stolz zeigen können. Und so waren die Logemanns 2007 auch die Mit-Initiatoren für die Ausarbeitung der „Route der Baukultur“ in der Wesermarsch: Damit sind drei Streckenführungen durch die Wesermarsch gemeint, die mit dem Rad abgefahren werden sollen. Entlang der Routen können traumhafte alte Fachwerkhäuser, Bauernhäuser und herrschaftliche Landsitze entdeckt werden.

Auch ein Schild an der Neuenhuntorfer Straße weist darauf hin, dass das Zuhause der Logemanns Bestandteil der Route der Baukultur ist. Nach vorheriger telefonischer Anmeldung ist es auch möglich, das Anwesen zu besichtigen. Das Ehepaar Logemann ist telefonisch unter 04406/1830 erreichbar.

Regionale Architektur ist einen BEsuch wert

Zur Route der Baukultur gehören drei Streckenführungen, die jeweils eine Länge von rund 20 Kilometern haben und mit Schildern auf einzelne Gebäude hinweisen. Darunter sind besondere Schmuckstücke, die das Bild der Wesermarsch in typischer Weise prägen, aber auch kuriosere Häuser, die einfach auffallen.

Seit 2007 gibt es die Routen, die gemeinsam mit der Touristikgemeinschaft Wesermarsch erarbeitet wurden: Die eine ist die Wurtenroute und verläuft durch Butjadingen. Die zweite heißt Moorhufenroute und erstreckt sich auf Elsflether Gebiet. Die dritte ist die Flussroute, die in Berne angesiedelt ist und die „Perlen am Ufersaum“ zeigt.

In der Broschüre „Wesermarsch erleben – Regionale Baukultur neu entdeckt“ werden die einzelnen Stationen vorgestellt. Derzeit sei die Broschüre vergriffen, erzählen Bärbel und Gerd Logemann. Sie wollen Geldgeber für eine weitere Druckauflage suchen, weil die Nachfrage groß sei.

Infos zum Radweg gibt es unter den Links „Urlaub und Freizeit“ und „Baukultur“ auf: www.urlaub-wesermarsch.de

Anja Biewald Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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