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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Schifffahrt: Pokerspiele zwischen Politikern und Arbeitgebern

24.03.2012

ELSFLETH Vor zehn Jahren wurde unter Bundeskanzler Gerhard Schröder mit dem Verband Deutscher Reeder (VDR) und dem Verband Deutscher Kapitäne und Schiffsoffiziere (VDKS) das Maritime Bündnis zur Förderung von Beschäftigung, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit eingeführt. Auf der 7. Nationalen Maritimen Konferenz am 8. Mai 2011 in Wilhelmshaven hatte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) verkündet, dass diese Förderungen nicht weiter geführt werden sollten. Darüber diskutierten in der Elsflether Stadthalle am Donnerstag Vertreter aus Politik, maritimer Wirtschaft und Gewerkschaft mit Gästen und Studierenden des Fachbereichs Seefahrt. Geleitet wurde die Diskussion von Anna Wroblewski. Initiiert hatten die Podiumsdiskussion die Studierenden Sebastian Westerfeld, Adrian Burmann und Sven Olaf Nix. Der Wegbruch des Maritimen Bündnisses sorge bei den Studierenden und Absolventen für große Unsicherheit, so das Organisatoren-Trio. Das Pokerspiel zwischen Politik und Arbeitgebern bedrohe die Seearbeitsplätze. Derzeit gäbe es viele Absagen auf die Nachfragen nach Praxissemestern und Arbeitsplätzen auf See.

Einer „Aufkündigung“ des Bündnisses widersprach der Referent für Maritime Politik, Ragnar Schwefel (FDP). Gegen die Ankündigung, die Mittel für das Bündnis zu halbieren, habe kein Politiker im Haushaltsausschuss widersprochen, so Schwefel. MdB Uwe Beckmeyer (SPD) forderte die Schifffahrtsförderung wiederherzustellen. Diese Meinung teilte auch Verdi- Bundesfachgruppenleiter Karl-Heinz Biesold: „Die Regierung kann nicht einfach kürzen, um zu gucken, was passiert.“ Laut Professor Dr. Christoph Wand (Präsident VDKS) hat das Maritime Bündnis eine entscheidende Bedeutung für Ausbildung und Beschäftigung. „Die Verunsicherung bei allen Betroffenen extrem groß.“ In die Politkerschelte mochte der Geschäftsführer des VDR, Dr. Max Johns, nicht einstimmen. „Ein Aufschrei nach dem Ausstieg kam auch aus dem Bundestag. Es lässt sich nicht leugnen, dass Regierungsvertreter das Bündnis in Gefahr gebracht haben“. Der VDR will 30 Millionen Euro in einen Fonds einzahlen.

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