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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

GESCHICHTE: Rätselraten um Vater und Sohn Dubravius

13.03.2008

BLEXEN Freude, Leid, Entbehrungen und manches Geheimnis ranken sich um das einzige noch erhaltene Epitaph in der Blexer St.-Hippolyt-Kirche, welches Georg Skrypzak (62) derzeit restauriert. Denn über die österreichisch-ungarischen Adeligen Johannes Dubravius (1624-1705), der auf dem Epitaph von 1713 verewigt ist, und dessen Sohn Stephan ist wenig bekannt. Pfarrer Michael Gädicke möchte dem Geheimnis auf den Grund gehen.

Die Faktenlage ist spärlich, wenngleich unzählige handschriftliche Quellen von Stephan Dubravius in Blexen erhalten sind und das Epitaph viele Daten der Familie liefert. Den Pastor Stephan Dubravius hatte es 1701 nach Blexen verschlagen. Im Jahr 1693 ordiniert, diente er zunächst im Heer des Feldmarschalls Gustav Wilhelm von Wedel (1641-1717) als Feldprediger. Der Befehlshaber in dänischem Militärdienst wurde nach seiner Pensionierung zum Gouverneur der damals zu Dänemark gehörenden Grafschaft Oldenburg ernannt. Ob Stephan Dubravius (1664-1729) dem Feldmarschall folgte und mittels seiner Fürsprache in Blexen eingesetzt wurde, entzieht sich noch der Kenntnis.

Michael Gädicke hofft, dass er im Oldenburgischen Staatsarchiv dem Geheimnis auf die Spur kommt. Nach seinen Worten haben in Blexen so genannte Visitationen stattgefunden, die seitens der Geistlichkeit protokolliert sein müssen. Vielleicht ergeben sich dadurch Aufschlüsse über die weit gereisten Edelleute. Das sei eine außergewöhnliche Geschichte, freut sich der Pfarrer.

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Der wegen seines evangelisch-lutherischen Glaubens in Österreich verfolgte Stephan Dubravius aus Böhmen war über das dänische Norwegen mit der Hauptstadt Christiania, dem heutigen Oslo, über die damaligen spanischen Niederlande nach Blexen gekommen. Er erlebte die furchtbare Weihnachtsflut von 1717 und diente bis zu seinem Tod als Pastor. Er liegt in Blexen begraben. Sein Vater spürte ihn dort im Alter von fast 80 Jahren nach einer langen Odyssee auf und blieb bis zum Tod bei ihm.

Diese Geschichte biete den Stoff, der hin und wieder historischen Romanen zugrunde liegt, merkt Georg Skrypzak an. Dass Stephan Dubravius im September 1701 eine vornehme Hamburger Kaufmannstochter namens Sara Wiesin ehelichte, ist gleichfalls auf dem Epitaph vermerkt, wie der gebürtige Bremer feststellt. Den Namen des Künstlers, der das barocke Werk fertigte, gibt er mit Heinrich Vogel an. Diesen Namen hat der Berner Restaurator am unteren Ende der Tafel entziffert.

Das Epitaph selbst ist nach Auskunft des Restaurators Georg Skrypzak in einem ausgezeichneten Zustand. Die Eichentafel besteht aus drei Eichenbrettern, die zwei kleine Risse aufweisen. Die Beschädigung sei minimal, sagt Georg Skrypzak, der auch freie Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig studiert hat. Von der exzellenten Arbeit ist er begeistert und lobt die „wunderschöne Handschrift aus dem Werkzeug heraus“. Die Schrift und die Bilder wird er nun wieder deutlich sichtbarer machen. Er werde die gelbliche Brühe, die seit Jahrzehnten auf dem Epitaph liege, mit einem speziellen Lösungsmittel abnehmen, sagt er. Licht ins Dunkel der Geschichte soll Michael Gädicke bringen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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