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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Einzelhandel: Riegel gegen Verödung der Innenstadt

24.04.2015

Nordenham Soll die Stadt an ihrem Konzept zur Einzelhandelsentwicklung festhalten? Sollen so weiterhin großflächige Märkte in Citylage ebenso verhindert werden wie Geschäfte außerhalb des Zentrums, die für eine lebendige Innenstadt bedeutend sind und daher nur in der City zugelassen werden sollten? Die grundsätzliche Antwort lautet: Ja.

Flexibilität

So lässt sich die Diskussion im Wirtschaftsausschuss des Stadtrates zusammenfassen. Der Ausschuss sieht aber noch Beratungsbedarf zu diese Frage: Soll die Innenstadt in begrenztem Rahmen baurechtlich flexibler geöffnet werden für die Einrichtung neuer Geschäfte?

Auf der bisherigen Liste mit Sortimenten, die in der Innenstadt ausgeschlossen werden sollen, stehen zum Beispiel Möbel, Großelektro, Gartenbedarf, Baumarktartikel oder auch Fahrräder.

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Eine Beschlussempfehlung hat das Gremium nach kontroverser Debatte vertagt.

Das Konzept zur Entwicklung des Einzelhandels in Nordenham gilt bereits seit dem Jahr 2007. Seit 2010 gilt zudem die räumliche Abgrenzung zentraler Versorgungsbereiche und die Sortimentsliste. Der Stadtrat hat darüber bisher aber keinen förmlichen Beschluss gefasst. Das soll im Interesse der Rechtssicherheit jetzt nachgeholt werden.

Mit diesen Instrumenten sei Nordenham im Vergleich etwa zu Brake, Elsfleth und Varel führend im Bemühen, eine weitere Zersiedlung zu vermeiden, plädierte Bürgermeister Hans Francksen (SPD) nachdrücklich für die nachzuholenden Beschlüsse. So seien in den Bebauungsplänen für das Nordsee-Center in Atens und das Wesertor in der Innenstadt Beschränkungen festgeschrieben worden, die „Braker Verhältnisse“ in Nordenham verhindert hätten. „Wenn wir das nicht gemacht hätten, wären wir heute eine sterbende Stadt.“

Der Bürgermeister verwies auch auf die Bestrebungen der Stadt für ein Fachmarktzentrum zur Belebung der nördlichen Fußgängerzone. Dieses Vorhaben benötige einen langen Atem und komme jetzt, nachdem die Stadt Häuser aufgekauft habe, in eine „aktive Phase“, die nicht kaputt gemacht werden dürfe.

Wie die NWZ  mehrfach berichtete, plädiert auch die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer für Steuerungsinstrumente. Jede Kommune solle zur Stärkung ihres Ortskerns genau überlegen, an welchen Standorten sie welche Sortimente zulassen oder ausschließen will.

FDP-Fraktionschef Manfred Wolf plädierte im Wirtschaftsausschuss auch im Hinblick auf eine erwünschte Neubelebung der nördlichen Fußgängerzone dafür, die Sortimentsliste zu überprüfen. Für die Fußgängerzone wäre seiner Einschätzung nach eine flexiblere Regelung hilfreich. „Der Blumenstrauß sollte größer werden.“

Dafür sprach sich auch Dr. Tilman Kaethner (CDU) aus, zumal zurzeit fast alle Computerläden, die laut Liste der Innenstadt vorbehalten sind, außerhalb des Zentrums lägen. Kurt Winterboer beanspruchte für die SPD-Fraktion weiteren Beratungsbedarf.

Bürgermeister Hans Francksen wies warnend darauf hin, dass ständig Anfragen von Investoren bei der Stadtverwaltung eingingen, die in Atens groß bauen wollen, damit aber die Innenstadt schädigen würden. In Varel zeige sich jetzt, welche negativen Folgen es habe, wenn zu viele Sortimente aus der Begrenzung auf die Innenstadt herausgelassen würden.

Der Bürgermeister bezeichnete die Sortimentsliste als „Abwehrinstrument, um Akteure nicht zum Zuge kommen zu lassen, die uns austricksen wollen.“

In diesem Sinne forderte Joachim Gorges (WIN): „Wir müssen unsere Innenstadt stärken. Deshalb muss sich die SPD schnell darüber klar werden, ob sie die Sortimentsliste will.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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