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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirtschaft In Butjadingen: Ländlicher Raum verliert den Anschluss

31.08.2018

Roddens Längere Autofahrten nutzt Astrid Grotelüschen gerne, um Telefonate zu erledigen. Am Donnerstagvormittag konnte sie das zumindest kurz vorm Ziel vergessen. Das Gespräch brach immer wieder ab, weil das Netz zu schwach war. Das war schlecht fürs Telefonieren, aber gut als Einstimmung auf das Thema, zu dem die CDU-Bundestagsabgeordnete mit Landwirten in Butjadingen verabredet war: Digitalisierung und Mobilfunkversorgung.

Andere Politiker gehen auf Sommertour; Astrid Grotelüschen organisiert Themenwochen. In diesem Sommer ist es die Digitalisierung; 20 Termine grast die Christdemokratin aus Großenkneten dabei in ihrem Wahlkreis ab. Am Mittwoch war sie an der Oberschule in Nordenham zu Gast und sagte dort: „Wir müssen jetzt den Turbo einschalten.“

Den gleichen Satz bekamen am Donnerstag in Butjadingen der Roddenser Landwirt Ingo Neels, der Gastgeber des Treffen war, seine Berufskollegen Jörg Kuck und Dirk Müller sowie der Kreislandvolkvorsitzende Dr. Karsten Padeken zu hören. Einen Turbo würden die Landwirte begrüßen. Denn in der modernen Landwirtschaft geht heute ohne Internet gar nichts mehr. Und ausgerechnet im ländlichen Raum ist die Breitbandversorgung weiter mau.

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Dirk Müller könnte auf seinem Betrieb am Seevernser Wischweg noch viel mehr Funktionen seines Melkroboters nutzen – wenn er denn eine schnellere Internetverbindung hätte. Bei Jörg Kuck, der den Hof Rothehenne bei Ruhwarden betreibt, läuft das gesamte Meldewesen internetbasiert. Wenn er eine Mail mit einem Bild als Anhang bekommt, kann er locker erstmal einen Kaffee trinken gehen, so lange dauert es, bis das Foto hochgeladen ist. Und Ingo Neels hat zwei keine so argen Probleme mit dem Internet. Dafür geht bei ihm in Roddens in Sachen Mobilfunk so gut wie gar nichts.

Astrid Grotelüschen berichtete, dass das Thema Digitalisierung in Berlin eine hohe Priorität habe. Gerade seien innerhalb der Bundesregierung zwei Fachreferate ins Leben gerufen worden, deren Aufgabe es ist, sich um die Digitalisierung im ländlichen Raum und die Digitalisierung in der Landwirtschaft zu kümmern. Außerdem seien neue Förderprogramme aufgelegt worden, und Förderrichtlinien seien vereinfacht worden, so die Abgeordnete.

Tatsächlich tut sich auch in Butjadingen etwas. Die Gemeinde hat 17 Projektgebiete festgelegt, die mit schnellem Internet versorgt werden sollen. Hintergrund ist eine Breitband-Offensive, für die der Landkreis einen Kooperationsvertrag mit den Städten und Gemeinden der Wesermarsch abgeschlossen hat. In das Projekt wird eine Menge Geld fließen – im wesentlichen Landes- und Bundesmittel.

Doch inwieweit die landwirtschaftlichen Betriebe profitieren, bleibt abzuwarten. Denn: Glasfasern, die eine Datenübertragung mit 50 Megabits pro Sekunde ermöglichen, werden nur bis zu sogenannten Kabelverzweigern verlegt. Zu den einzelnen Häusern geht es ab dort mit herkömmlichen Kupferkabeln weiter. Und je weiter jemand von einem Verzweiger entfernt wohnt, umso weniger Leistung kommt an seinem Haus an.

„Wir brauchen wie beim Strom und beim Wasser auch bei den Glasfaserkabeln Anschlüsse an jedes Haus. Sonst werden die landwirtschaftlichen Betriebe abgehängt“, gab Karsten Padeken der Abgeordneten mit auf den Weg. Bei der Digitalisierung in der Landwirtschaft sei das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht, so der Kreislandvolkvorsitzende weiter.

Astrid Grotelüschen sagte, dass die Digitalisierung „pragmatisch und ohne bürokratische Hürden“ vorangetrieben werden müsse. Dabei müssten auch ungewöhnliche Wege gegangen und Eigeninitiativen gefördert werden.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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