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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Schafe: Cloppenburg statt Rodenkirchen

15.01.2019

Rodenkirchen Urig, rustikal, traditionell: Das ist die alljährliche Schafauktion am zweiten August-Sonnabend auf dem Marktplatz. Bald muss man sagen: Das war sie.

Denn diese Veranstaltung findet in diesem Jahr zum letzten Mal in Rodenkirchen statt, 2020 zieht sie nach Cloppenburg um. Das hat der Vorstand des Landesschafzuchtverbandes Weser-Ems in der vergangenen Woche einstimmig beschlossen, wie der Vorsitzende Heiko Schmidt, Berne, am Montag auf Anfrage der NWZ mitteilte.

Bürgermeister bedauert

Bürgermeister Klaus Rübesamen erfuhr durch einen Anruf der NWZ von der Entscheidung. „Schade“, sagte er in einer ersten Reaktion. „Wir hatten versucht, diese Entwicklung zu verhindern. Ich bin enttäuscht, aber wir müssen mit der Entscheidung leben.“

Heiko Schmidt sagte, der vierköpfige Vorstand sei mit seiner Entscheidung einer Empfehlung des 15-köpfigen Beirates gefolgt, dem jeweils zwei Vertreter der wichtigsten Rassen und Vertreter der Halter sowie die Vorstandsmitglieder angehören. Interessant: Drei der vier Vorstandsmitglieder wohnen in der Wesermarsch – außer Schmidt noch Meike Avramut-Lampe aus Rönnelmoor und Dieter Voigt aus Schlüte bei Berne. Nur der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Schmitz wohnt in Sögel (Emsland).

Nach den Worten von Heiko Schmidt drängen vor allem jüngere Züchter auf den Wechsel. Zwar habe der Landesschafzuchtverband kaum Mitglieder in den Kreisen Cloppenburg und Vechta, aber erstens ist die Münsterland-Halle in Cloppenburg wesentlich größer als die Hengsthalle in Rodenkirchen und zweitens wohnen viele Käufer dichter an Cloppenburg als an Rodenkirchen: Sie kommen überwiegend aus Nordrhein-Westfalen.

Und es gebe noch einen dritten Grund: Cloppenburg sei, anders als Rodenkirchen, ein anerkannter Export-Platz nach EU-Recht. Käufer aus dem Ausland können ihre neu erworbenen Tiere gleich mitnehmen, erläuterte Heiko Schmidt; kaufen sie dagegen in Rodenkirchen, müssen die Tiere noch einige Wochen in Quarantäne verbringen.

Ein vierter Grund: In Cloppenburg gibt es Anfang August Auktionen für das Ostfriesische Milchschaf und das Texelschaf; daran könnte die Veranstaltung des Landesschafzuchtverbandes angehängt werden. Jüngere Züchter schwärmen von der Husumer Bockauktion, der größten Versteigerung dieser Art in Deutschland; sie dauert vier Tage. In Rodenkirchen werden etwa 130 bis 140 Schafe verkauft.

Dann gibt es noch einen fünften Grund: Mit der großen Münsterland-Halle, in der etwa auch die großen Vieh-Auktionen von Masterrind stattfinden, sind die Schafzüchter komplett unabhängig vom Wetter. Heiko Schmidt: „Da könnte es auch schneien.“ Außerdem sei dort Platz für einen kleinen Spezialitäten-Markt für Züchter und Halter.

Neue Veranstaltung?

Dennoch wolle sich der Landesverband nicht ganz von Rodenkirchen trennen, betonte Schmidt. Es werde überlegt, eine andere Veranstaltung zu etablieren, die die alljährlichen Nordwestdeutschen Spinnmeisterschaften begleiten, die zusammen mit der Auktion stattfinden.

„Ohne die Auktion hat die Spinnmeisterschaft keine Chance“, sagte Ute Nordhausen von der Bürger- und Touristikinformation der Gemeindeverwaltung, die die Meisterschaft veranstaltet. Sie will das Thema an diesem Dienstag in der Amtsleitersitzung im Rathaus zur Sprache bringen. Bürgermeister Klaus Rübesamen begrüßte diesen Vorschlag von Heiko Schmidt.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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