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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Schwieriges Jahr für die Milcherzeuger

26.11.2018

Rodenkirchen Hendrik Lübben beschönigte nichts: „2018 ist ein schwieriges Jahr, so wie ich es während meiner 15-jährigen landwirtschaftlichen Tätigkeit noch nie erlebt habe und auch nicht wieder erleben muss“, beschrieb der Abbehauser Landwirt die Situation. Dem stimmte sein Amtskollege Hilmar Beenken aus Jever mit einem Hinweis auf die Nässe im Frühjahr und die Dürre im Sommer zu. Beim Milchabend der Kreislandvolkverbände Wesermarsch und Friesland in der Rodenkircher Markthalle setzten sich die Vorsitzenden der Milchausschüsse recht kritisch mit der Situation der Milcherzeuger auseinander.

Zunächst habe bereits im Frühjahr die Nässe die Landwirtschaft in eine schwierige Situation gebracht, die sich durch die Hitze und die damit verbundene Dürre im Laufe des Jahres noch verstärkt habe, machte Hilmar Beenken deutlich. Die Vorräte für die Winterzeit seien somit knapp. Zudem habe die sich verringernde Milchmenge bislang nicht zu einer Steigerung des Milchpreises geführt.

Hauptsitz in Berlin

Der Milchindustrie-Verband hat seinen Sitz in Berlin und ist mit Büros in Brüssel und in China vertreten. Er ist Repräsentant, Mittler, Interessenvertreter und Dienstleister der deutschen Milchindustrie.

Als Verein organisiert, wird der Verband von 80 privaten, genossenschaftlichen und multinationalen Unternehmen getragen, die rund 95 Prozent der deutschen Milchanlieferung (30 Millionen Tonnen Milch) Export erbringen.

Mit rund 20 Milliarden Euro Jahresumsatz ist die Milchindustrie der größte Bereich der deutschen Ernährungsbranche.

„Die vergangenen Preisverhandlungen sind wir uns Erzeuger nicht gut gelaufen“, bilanzierte Hendrik Lübben. Die leichte Steigerung würde durch die logistischen Mehrkosten für Futtermittellieferungen mehr als aufgezehrt. Währungsabwertungen in einigen Ländern und auch der Abbau der europäischen Magermilchpulver-Interventionsbestände drücke auf den Milchpreis, so Henrik Lübben.

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, rät Eckhard Heuser den Landwirten, „sauber“ bei der Arbeit und auch bei der Argumentation zu bleiben. Zwar dürfe die Politik nicht aus der Verantwortung entlassen werden, jedoch seien von den Milcherzeugern auch Mut zu Veränderungen und ein Nachdenken über Strukturen zu fordern, so der Hauptgeschäftsführer des Milchindustrieverbandes. Die Vielzahl der Molkereien in Deutschland machten Preisverhandlungen nicht einfach. Fusionen seien kartellrechtlich aber schwierig.

Ein weiteres Problem sei, dass sich in Deutschland die Ausgaben für Lebensmittel auf einem niedrigen Niveau bewegen. „Der Deutsche kauft lieber teure Autos“, so Eckhard Heuser. Die Bio-Milch sei zwar ein Sympathieträger für die deutsche Milchwirtschaft, jedoch sei und bleibe sie ein Nischenprodukt, ging er auf Alternativen in der Milcherzeugung ein. Die Biomilchproduktion sei in 2017 zwar um 18 Prozent gestiegen, habe aber an der gesamten Milcherzeugung in Deutschland nur einen Anteil von drei Prozent. Beim Export spiele Biomilch bislang keine Rolle.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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