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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

„Wir müssen uns anders benehmen“

16.02.2018

Rodenkirchen Wie Landmaschinen das Bild der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit beeinflussen können, führte Uwe Krüger in der Jahreshauptversammlung des Maschinenrings Wesermarsch in der Markthalle Rodenkirchen vor Augen.

In seinem zweistündigen fotografischen Feldzug dokumentierte der Geschäftsführer des Maschinenrings Wesermünde-Osterholz Verstöße gegen Recht und Ordnung und das Empfinden vieler Bürger. „Wir müssen uns anders benehmen“, sagte der aus Oldenbrok stammende Geschäftsführer vor 80 Hauptversammlungsteilnehmern.

Verdreckte Blinker

Krüger zeigte als Negativbeispiele verdreckte Anhängerblinker, Folien im Moor, unzureichende Warndreiecke, auf öffentlichen Straßen Kolonnen fahrende Landmaschinen, die nur schwer überholt werden können, und hochbeladene Silowagen, von denen Ladung auf die Straße fällt. „Sowas geht nicht, das ist die rote Karte“, beschrieb Krüger, was viele Bürgerinnen und Bürger an der Landwirtschaft stört.

Dass es auch anders geht, belegte der Geschäftsführer ebenfalls mit Bildern und Kurzfilmen. Feldbestellung und Ernte mit modernsten Maschinen sind unter anderem das Geschäftsfeld von Maschinenringen, in Wesermünde-Osterholz ebenso wie in der Wesermarsch. In Krügers Vortrag wurde deutlich, dass der Maschinenring auf der anderen Weserseite in anderen Dimensionen denkt und arbeitet als der Maschinenring Wesermarsch.

Wesermarsch-Geschäftsführer Ingo Bischoff präsentierte der Hauptversammlung die Jahresrechnung 2017 mit 664 000 Euro Einnahmen und 662 000 Euro Ausgaben. Die Betriebshilfe ist dabei mit 557 000 Euro sowohl bei den Einnahmen als auch mit 561 000 Euro bei den Lohnkosten der größte Brocken. Der Maschinenring Wesermarsch beschäftigt fünf Betriebshelfer, die von 30 nebenberuflichen Betriebshelfern unterstützt wurden, und fünf Dorfhelferinnen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 585 Einsätze geleistet. Für 2018 wird ein ähnlicher Geschäftsumfang veranschlagt.

Versicherung fragt nach

Der Betriebshelfereinsatz sei „eines der wichtigsten Themen, die Maschinenringe haben“, sagte in der Versammlung in der Rodenkircher Markthalle Oliver Müller vom Landmaschinenring Niedersachsen. Denn Betriebshilfe sei ein Privileg, das die Landwirtschaft habe. Es gebe keinen anderen Beruf, „wo man eine Ersatzkraft kriegt, wenn jemand krank ist“.

Wenn die Landwirtschaft sich in dieser Frage nicht an die Spielregeln halte, gefährde sie das Privileg, das von Anderen argwöhnisch hinterfragt werde. Wesentlicher Punkt: Betriebshelfer kann nur sein, wer hauptberuflich Landwirt ist. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau habe abweichende Konstellationen bereits moniert, mahnte Müller höchste Sorgfalt an.

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