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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Seit 20 Jahren an der Spitze

19.01.2018

Rodenkirchen „Ich mach’ das schon so lange, das ist für mich eine Selbstverständlichkeit geworden“, sagt Katja Ratjen-Barz ganz bescheiden über ihr ehrenamtliches Engagement. Vor 20 Jahren hat sie den Musikzug „Die Johanniter“ in Rodenkirchen gegründet. Eigentlich war sie damals Mitglied in einem anderen Musikzug, doch dort war sie unzufrieden. Ihr inzwischen verstorbener Mann ermunterte sie, doch einfach ihren eigenen Musikzug zu gründen. Katja Ratjen-Barz fackelte nicht lange. Im September kam der Vorschlag ihres Mannes, im November gründete sie den Musikzug mit elf Mitgliedern.

Teil ihres Lebens

Seitdem ist sie mit Feuer und Flamme dabei. Inzwischen hat der Musikzug 35 Mitglieder. „Er ist ein Teil meines Lebens und ein fester Termin“, sagt die 44-Jährige. Sie sei schon immer Musikerin gewesen, spielt auch nach Noten. Im Musikzug spielt sie Trompete. Doch sie hat festgestellt, dass „gerade Kinder und Jugendliche schnell die Lust verlieren, wenn sie erst lange Theorie machen müssen.“ Deshalb hat sie eine leichtere Notenschrift – aus Strichen und Punkten – eingeführt und weiter vereinfacht, so dass auch Anfänger schnell ganze Lieder spielen können.

Also sucht Katja Ratjen-Barz als Musikzugleiterin nicht nur die Lieder aus, sie schreibt sie auch in das vereinfachte Notensystem um. Außerdem organisiert sie Auftritte für den Musikzug und kümmert sich um den Ablauf. Und dabei gibt es immer einiges zu bedenken: „Ist es ein kurzer Umzug oder ein langer? Brauchen sie Betreuer? Denn die jüngsten Mitglieder sind erst sechs Jahre alt. Wenn die während des Umzuges mal auf die Toilette müssen, kann ich nicht einfach die anderen Musiker stehenlassen“, erzählt sie von den kleinen alltäglichen Schwierigkeiten bei Auftritten.

Bis vor Kurzem hat sie sich auch noch um die Uniformen für die Mitglieder gekümmert. Doch das habe jetzt die Mutter eines jungen Musikzugmitglieds übernommen, freut sich Katja Ratjen-Barz über die Entlastung. Gibt es keine passende Uniform im Fundus, wird sie für die Mitglieder maßgeschneidert.

Die Uniformen werden vom Musikzug für jedes Mitglied gestellt – wie übrigens auch die Musikinstrumente. Denn Katja Ratjen-Barz möchte es jedem ermöglichen, ein Musikinstrument zu erlernen, egal, wie die finanziellen Hintergründe der Familie aussehen. Der Musikzug probt immer donnerstags in der Wache der Johanniter.

In Helferschaft aktiv

Neben dem Musikzug ist Katja Ratjen-Barz auch in der Helferschaft der Johanniter aktiv. Sie ließ sich zur Sanitäterin ausbilden und ist dort nun ebenfalls schon seit 20 Jahren dabei. Jeden Montag trifft sich die Helferschaft in der Johanniterwache zu Fortbildungen oder „zum Üben“. „Manche Dinge macht man einfach nicht oft, die müssen dann geübt werden, zum Beispiel die Helmabnahme bei Verletzten“, erzählt sie. Mit neuen Mitgliedern werden natürlich auch andere Aufgaben wie die Blutabnahme trainiert.

Katja Ratjen-Barz fährt auch den Krankentransportwagen (KTW). Deshalb weist sie auch andere Mitglieder in das Fahrzeug ein. „Es ist kein kleiner PKW, den man da fährt“, sagt sie. Das Funken wird bei den regelmäßigen Treffen ebenfalls geübt. Zusammen mit Detlef Schumacher hat Katja Ratjen-Barz die Ortsverbandsleitung der Johanniter in Rodenkirchen inne. Bei größeren Einsätzen übernimmt immer einer der beiden die Einsatzleitung. Beim Rodenkircher Markt muss von Freitag bis Dienstag eine Einsatzleitung vor Ort sein. Diese Dienste teilen sich Katja Ratjen-Barz und Detlef Schumacher unter einander auf. Nach Einsätzen kommt für die Leitung noch jede Menge „Schreibkram“ dazu. Die Sanitäterausbildung wird von den Johannitern bezahlt. „Dafür gibt man auch eine ganze Menge Freizeit ab“, sagt die 44-Jährige.

Doch es sei einfach schön, Menschen helfen zu können. Manchmal reiche schon die bloße Anwesenheit eines Sanitäters, um die Leute zu beruhigen, freut sie sich. Aber ohne die anderen im Team wäre sie nichts, betont Katja Ratjen-Barz. „Wenn ich mich nicht so gut auf alle verlassen könnte, würde ich ganz klar im Regen stehen!“

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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