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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Von wegen „Kunst am Bau“

11.09.2018

Rodenkirchen „Kunst am Bau“ hatten einige Anwohner gewitzelt, als der neue Gehweg an der Friedrich-Ebert-Straße plötzlich im Nichts endete. Oder genauer: im Schotter. Doch jetzt ist Schluss mit witzig, denn am Montag haben zwei Bauarbeiter den neuen Gehweg vollendet.

Zwei Monate Pause

Die zweimonatige Zwangspause war erforderlich, weil der neue Gehweg in das kommende Entwässerungskonzept der Gemeindeverwaltung für Rodenkirchen passen soll, für das schon erste Schritte unternommen werden. Das erläuterten Bürgermeister Klaus Rübesamen und Günter Reiners vom Bauamt der Gemeindeverwaltung am Montag bei einem Ortstermin.

Die Bauarbeiten zur Erneuerung des insgesamt 250 Meter langen Gehwegs bis kurz vor der Einmündung des Grisstedeweges in die Parkallee hatten Mitte Juni begonnen. Anlass: Die zweireihig gelegten Gehwegplatten waren inzwischen zu Stolperfallen für nicht mehr so mobile Mitmenschen geworden, etwa die Bewohner des Pflegezentrums Lieken und Bremer. Die Arbeiten kosten insgesamt 50 000 Euro und werden komplett von der Gemeinde bezahlt, sagt Klaus Rübesamen.

Am 5. Juli veraltete das Bauamt einen Ortstermin mit Anwohnern, Stadlander Sielacht und Feuerwehr zum Thema Entwässerung. Anlass war die Überschwemmung während des Starkregens vom 14. April gewesen. Dabei einigten sich die Teilnehmer darauf, die Entwässerung von Mengers Park vom Tegelland zu trennen und weiterhin über das Strohauser Sieltief laufen zu lassen.

Das Tegelland, das tiefer liegt als Strohausen und der Park, soll weiterhin ins Abser Sieltief entwässern. Die Trennung soll durch ein Schott im Verbindungsgraben zwischen beiden Sieltiefen vollzogen werden, der zwischen dem Park und dem Deich verläuft. Das Schott soll nach dem Rodenkircher Markt gesetzt werden – und zwar in Höhe der Ecke An den Eichen/An den Platanen, sagt Günter Reiners. Die Trennung soll dauerhaft sein.

Das Tegelland liegt, wie der Name schon sagt, tiefer als Strohausen, weil es einst für die damalige Strohauser Ziegelei abgeziegelt worden ist. Das bedeutet, dass das Strohauser Sieltief immer einen höheren Wasserspiegel als das Abser hat, damit Strohausen nicht trocken fällt. Das Nachsehen hat das Tegelland.

Runder Tisch

Doch ein Schott alleine wird die Überschwemmungsprobleme im Tegelland alleine nicht lösen. Das soll nach den Herbstferien ein Runder Tisch aus Sielacht, Feuerwehr, Oldenburgisch-Ostfriesischem Wasserverband (OOWV) und Gemeindeverwaltung leisten; für die erste Sitzung gibt es aber noch keinen Termin.

Vorher schon soll – vermutlich gleich nach dem Rodenkircher Markt – der Durchlass östlich des Bahnübergangs erneuert und dabei von 400 auf 500 Millimeter Durchmesser erweitert werden, kündigt Günter Reiners an. Dafür muss die Abser Straße vier Wochen lang gesperrt werden. Der alte Durchlass ist versackt, das war aber kein Grund für die Überschwemmung. Eine Ursache war vielmehr, dass das Abser Sieltief erstens – mit Rücksicht auf die Brutzeit der Enten – einen sehr hohen Wasserstand hatte und dass zweitens der Ablauf zu spät geöffnet wurde.

Übrigens soll der neue Gehweg an der Friedrich-Ebert-Straße mit einer Aufwertung des benachbarten Parks verbunden werden. Der Graben am Rande des Parks wird gereinigt und der Rundweg soll mit Hansegrand belegt und verbreitert werden, damit er auch bei anhaltender Feuchtigkeit zum Spaziergang einlädt.

Henning Bielefeld
Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2203

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