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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wie die Bahn das ganze Leben veränderte

10.04.2019

Rodenkirchen Otto Thies ist in einem Bahnwärterhaus direkt am Schienenstrang aufgewachsen. Seine Angehörigen waren Eisenbahner. So etwas prägt.

Von Hude nach Blexen

Zwar ist Otto Thies nicht selbst Eisenbahner geworden, aber er hat sich schon früh mit der Geschichte dieses Verkehrsmittels auseinandergesetzt. Besonders die Eisenbahn in der Wesermarsch hat es dem Ruheständler angetan. Was er bei seinen aufwendigen Recherchen herausgefunden, gibt der Nordenhamer gerne weiter. An diesem Donnerstag, 11. April, spricht er in einem öffentlichen Vortrag über die „Eisenbahn in der Wesermarsch – Von Hude nach Blexen ab 1870“.

Der Vortrag ist ab 19.30 Uhr in der Gaststätte Friesenheim zu hören; Veranstalter ist der Bürgerverein Strohausen.

Der Vortrag, für den kein Eintritt erhoben wird, gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Abschnitt geht Otto Thies auf die Geschichte der Eisenbahnstrecke ein, die die Wesermarsch wie keine andere erschließt. Bei den Bauarbeiten traten erhebliche Schwierigkeiten auf. So wollten die Eigentümer ihren kostbaren Marschboden nicht für den Schienenweg hergeben, so dass die Großherzoglich Oldenburgische Eisenbahn (GOE) mit schlammigen und moorigen Böden vorlieb nehmen mussten, wo der schweren Verkehrsweg versackte, so dass das Schimpfwort von der „Gummibahn“ die Runde machte.

Zudem waren Teile der Strecke im Winter überflutet, was den Bau verzögerte.

Schöne Bahnhöfe

Im zweiten Teil ist die Bahnstrecke trotz aller Schwierigkeiten fertig, und Otto Thies bietet seinen Zuhörern eine fiktive Reise von Hude nach Blexen an. Er macht Halt an Bahnhöfen, von denen einige architektonische Schmuckstücke sind. Er erzählt ihre Geschichte und veranschaulicht sie mit Farbtafeln und Fotos. Und Otto Thies nimmt seine Gäste mit in die Umgebung der Bahnhöfe, die Zuschauer lernen den Betriebsablauf und die wirtschaftliche Bedeutung kennen.

Nicht nut Menschen nutzten die Bahn, auch Rinder, Kühe, Zuchtpferde, Schafe und Schweine fuhren mit. Viehzucht und -handel profitierten davon. Die Tiere wurden mit der Bahn in alle Teile der Welt verschickt.

Das galt auch für Fisch: Die Fischereigesellschaft Nordsee versandte von Nordenham aus ihren Frischfisch in Kühlwagen durch ganz Deutschland und bis nach Wien. Brake wurde um die Jahrhundertwende zum Getreideumschlagplatz.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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