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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirte üben Kritik an Milchabend

03.01.2019

Rodenkirchen Kritik üben einige Landwirte aus der Region am Milchabend, den die Kreislandvolkvereine Wesermarsch und Friesland in Rodenkirchen organisiert hatten. Als Referenten hatten sie den Milch-Lobbyisten Eckhard Heuser geladen.

 Die Landwirte Carsten Glüsing-Lüerßen (Elsfleth), Gert Scholman (Berne), Carsten Meiners (Stollhamm), Dirk Stöver (Esenshammergroden), Uwe Stollberg (Jaderaußendeich) Henning Haschenburger (Wangerland) und Gerd Uken (Krummhörn) kritisieren unter anderem die Darstellung von Berechnungen nach denen die Milchquote die Milcherzeuger über einen Zeitraum von 30 Jahren rund 30 Milliarden Euro gekostet habe. Diesen Berechnungen hätten die Kosten gegenübergestellt werden müssen, die nach dem Wegfall der Quote, insbesondere seit der Milchkrise 2015/2016 entstanden seien, fordern die Landwirte in einer Stellungnahme. So stünden den 30 Milliarden Euro circa 500 Millionen Euro Milchkrisenunterstützung für die Milchbauern in 2016, eine Einlagerung von circa 380 000 Tonnen Milchpulver auf EU-Ebene, der teilweise Verkauf unter Wert eines Teils des Milchpulvers und die Lagerungskosten des eingelagerten Milchpulvers gegenüber, kritisieren sie. Darüber hinaus bemängeln die Landwirte, dass die Milcherzeuger mit jeder Hilfsmaßnahme einen erheblichen Imageverlust beklagen mussten.

Den Vorwurf, die Milcherzeuger hätten Superabgaben vermeiden können, wenn sie den richtigen Umrechnungsfaktor für Milch von Liter in Kilogramm, nämlich 1,03 statt 1,02, genutzt hätten, weisen die genannten Landwirte ebenfalls zurück.  Im Laufe der vergangenen zehn Jahre haben die Milcherzeuger eine wesentlich höhere Milchmenge pro Betrieb produziert. „Diese Erhöhung der Produktionsmenge hat uns weder mehr ,Kohle’, noch mehr gesellschaftliche Akzeptanz oder mehr Freizeit durch Mitarbeiter gebracht“, heißt es in der Stellungnahme. „Einzig, dass wir noch als Milchproduzenten tätig sind, ist positiv zu vermerken“, heißt es weiter. Zur Forderung nach einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sei nach Meinung der Landwirte auch eine Harmonisierung des Tier-, Arbeits- und Umweltschutzes erforderlich. Seit der Quotenerhöhung stolperten die Milcherzeuger von einer Krise in die nächste, kritisieren die sieben Landwirte. Hinzu käme seit 2016 ein vermehrter Einstieg außerlandwirtschaftlicher Investoren in landwirtschaftliche Flächen.

Angesichts der genannten, fast nur negativen Aussagen, sorgen sich die sieben Landwirte um den Eindruck, den diese Veranstaltung vor allem auf die jungen Landwirte gemacht habe, schließen sie ihre Stellungnahme.

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