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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Eine Tonne Hausrat in Graben geworfen

14.02.2020

Rodenkircherwurp Der Neue Landweg ist eine schmale Piste zwischen Rodenkircherwurp und Ovelgönne. Besonders viele Häuser stehen hier nicht. Das hat einen unbekannten Zeitgenossen dazu veranlasst, hier – ohne Zeugen – einen großen Teil seines Hausrats illegal in den Straßengraben zu entsorgen: nicht weniger als 920 Kilo, fast eine Tonne.

Campingstühle, Sperrholzkisten, Maschendraht, dazu ein Toilettenaufsatz: Bei dem Unbekannten muss in jüngster Zeit viel angefallen sein, das er gern loswerden wollte.

Kosten: 700 Euro

Wann er den Kram in den Graben gekippt hat, weiß wohl nur er selbst. Aber Mitarbeiter des Bauhofs fanden den Unrat am vergangenen Freitag bei ihren wöchentlichen Kontrollfahrten durch die Gemeinde.

Inzwischen ist der Müll weggeräumt und bei einem privaten Entsorgungsbetrieb in Nordenham abgegeben worden, sagt Bürgermeister Klaus Rübesamen: Fünf Stunden dauerte es allein, das Zeug mit dem Bagger aus dem Graben zu holen. Und es kostete die Gemeinde insgesamt 705 Euro: 230 für den Entsorgung, der Rest für den Bagger und die Arbeitszeit der Bauhof-Leute.

Mit diesem Fund ist beim Bürgermeister eine Schmerzgrenze überschritten: „Es ist nicht das erste Mal, dass Müll illegal entsorgt wird. Aber es ist einer der größten Fälle“, sagt er im Gespräch mit der NWZ. „Dass der Bauhof eine halbe Tonne illegal entsorgten Müll findet, ist mittlerweile schon fast an der Tagesordnung.“

Deshalb appelliert der Verwaltungschef an alle Bürger, nicht achtlos an illegaler Müllentsorgung vorbeizugehen, sondern die Polizei, Telefon 04732/389, oder die Gemeindeverwaltung, Telefon 04732/890, zu informieren. Auch wer Hinweise zu der wilden Müllkippe am Neuen Landweg geben kann, sollte eine der beiden Nummern wählen.

Täter: eine Großküche?

Ein gewisser Trend zur illegalen Entsorgung zeigt sich verstärkt seit dem vergangenen Jahr. Ein besonderer Dorn im Auge sind dem Bürgermeister die blauen Säcke, die seit 2018 immer wieder am Parkplatz beim alten Fähranleger in Kleinensiel weggeworfen werden: Sie enthalten Essensreste. „Und zwar so viele, dass sie unmöglich von den Campern stammen können, die dort ihre Wohnmobile abstellen“, sagt Klaus Rübesamen.

Er vermutet eine Großküche als Verursacher und will der Sache in der warmen Jahreszeit mit einer Kamera auf den Grund gehen.

Rein strafrechtlich handelt es sich bei illegaler Müllentsorgung übrigens um eine Ordnungswidrigkeit, sagt Klaus Rübesamen. Wenn der Täter erwischt wird, muss er mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen. Eine Straftat ist illegale Müllentsorgung erst, wenn dabei gefährliche Stoffe, etwa Mineralöl, in die Umwelt gelangen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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