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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: Rommerskirchen: Kerngesunden Betrieb übergeben

22.09.2010

BRAKE Er habe die Firma Rommerskirchen im Jahr 2004 in einer schwierigen Situation übernommen; schon damals habe es massive finanzielle Probleme gegeben. Das hatte am 19. Juli Dr. Karl Netzel, zu dem Zeitpunkt noch Geschäftsführer des in der Max-Planck-Straße in Brake ansässigen Betriebes, in einem Gespräch mit der NWZ  erklärt.

Firmen-Gründer Wolfgang Rommerskirchen aus Brake, der Netzel den Betrieb vor sechs Jahren verkauft hatte, stellt den Sachverhalt völlig anders dar: Das Unternehmen habe 2004 „wirtschaftlich sehr gut dagestanden“. Karl Netzel habe einen eingeführten Kundenstamm übernommen. Und die Auftragslage habe für das gesamte Jahr 2005 Vollbeschäftigung garantiert. „Somit bestand eine gesunde Basis für die Übergabe“, fasst Wolfgang Rommerskirchen zusammen.

Von dieser „gesunden Basis“ hatte sich nach Darstellung des Brakers auch Netzel überzeugt, und zwar gründlich. Fast ein Jahr lang habe Netzel die Firma, die zum damaligen Zeitpunkt 32 Mitarbeiter beschäftigt habe, überprüft und überprüfen lassen. Erst nach dieser sorgfältigen Untersuchung, an der auch Karl Netzels Banken beteiligt gewesen seien, sei es zu der Übergabe gekommen, sagt Wolfgang Rommerskirchen. Und weiter: „Wir sind seit 34 Jahren in Brake selbstständig und haben uns nie etwas zu Schulden kommen lassen. Ich habe guten Gewissens einen kerngesunden Betrieb übergeben.“

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Sechs Jahre später ist dieser Betrieb nicht mehr gesund. Karl Netzel hatte, wie die NWZ  am 21. Juli berichtete, beim zuständigen Amtsgericht Nordenham einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Als so genannter starker vorläufiger Insolvenzverwalter hat inzwischen der Oldenburger Rechtsanwalt Stefan Hinrichs die Geschäftsführung übernommen. Netzel sei von seinen Aufgaben „freigestellt“ worden, hatte Hinrichs am 10. September auf Nachfrage der NWZ berichtet. Das Vertrauensverhältnis zu Netzel sei „nachhaltig gestört“, so der Anwalt.

Hinrichs sieht nach eigener Darstellung gute Chancen, das auf die Herstellung von Formteilen aus Polyurethan spezialisierte Unternehmen zu retten. Es gebe Interessenten, die die Firma übernehmen wollen, so der Jurist.

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