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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Windpark: Rotoren werden 2015 gebaut

11.07.2014

Rodenkircherwurp Für die Kreisverwaltung ist die Sache jetzt endlich klar: Sie hat die 25. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Stadland genehmigt, die die Erweiterung des Windparks Rodenkircherwurp ermöglicht. Für den Investor Dierk Dettmers ist die Sache auch klar: Er will die drei neuen Rotoren im nächsten Jahr bauen. Bevor er anfängt, müssen aber noch einige Unklarheiten beseitigt werden, sagt er der NWZ .

Offene Fragen

Der wesentliche Punkt ist die Planungssicherheit. Die ist mit einem Bebauungsplan am größten, doch der bestehende Bebauungsplan müsste geändert werden, weil die Kreisverwaltung die geplante Fläche für den Windpark um ein gutes Drittel verkleinert hat. Diese Veränderung müsste sich auch im Bebauungsplan widerspiegeln, der dafür in einem zeitraubenden Verfahren angepasst werden müsste.

Allzu viel Zeit hat Dierk Dettmers aber nicht mehr. Denn schon bis jetzt haben die Planungen viereinhalb Jahre gedauert. „Das ist ungewöhnlich lange“, sagt auch Monika Wessels, die Leiterin des Bauamtes der Kreisverwaltung.

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Ursächlich seien Verzögerungen bei den erforderlichen Gutachten, sagen Dierk Dettmers und Monika Wessels übereinstimmend. So blieb der Hinweis eines Planers der Kreisverwaltung auf eine alte denkmalgeschützte Deichlinie lange Zeit unberücksichtigt und tauchte erst vor wenigen Monaten in der Diskussion auf, als alle naturschutzfachlichen Fragen schon abgearbeitet waren.

Drei neue Anlagen

Monika Wessels löste das Problem, indem sie die Ländereien mit der Deichlinie aus dem überplanten Gebiet herausnahm. Dierk Dettmers ist damit einverstanden, weil auf dem verbleibenden Gebiet genug Platz für die drei geplanten Anlagen ist.

Sie sollen jeweils knapp 150 Meter hoch werden und eine Nennleistung von jeweils 2,3 Megawatt haben. 2001 hat Dettmers fünf Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 1,8 Megawatt errichten lassen, 2006 und 2009 kam je eine 2,3-Megawatt-Anlage hinzu. Sechs Anlagen stehen auf Stadlander Gebiet, eine auf Ovelgönner. Die sieben bestehenden Anlagen sind knapp 100 Meter hoch.

Dierk Dettmers hat den Windpark auf der alten Raketenabschussbasis errichtet. Er hat das Gelände ohne öffentliche Zuschüsse auf eigene Kosten hergerichtet. Die alte Deichlinie, um die es dem Denkmalschutz geht, sei zum Teil von einer Panzerstraße bedeckt, zum Teil liege sie schon unter Geländeniveau. Die Verzögerungen bezeichnet der 75-jährige Rodenkircher als Farce und für einen Investor unerträglich.

Denn durch das kürzlich veränderte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sinke die Einspeisevergütung für an Land erzeugten Windstrom kontinuierlich, dass es sich immer weniger lohne. Deshalb müssten die neuen Anlagen 2015 errichtet werden. Derzeit rechne er Kosten und Erlöse und verhandle mit Banken. Und er fordere, dass die Gemeinde ihm Planungssicherheit gebe. Monika Wessels nennt als schnelle und verlässliche Lösung einen städtebaulichen Vertrag.

Bürgermeister Boris Schierhold begrüßt die geplanten Anlagen, denn weil der Investor in Stadland wohnt, bleiben die Gewerbesteuereinnahmen komplett in der Gemeinde. Dierk Dettmers hat seine bisherigen Gewerbesteuerzahlungen aus dem Windpark öffentlich auf rund 1 Million Euro beziffert.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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