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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Architektur: Rückbesinnung auf die Gründerzeit

20.10.2010

NORDENHAM Arne Buller macht kein Geheimnis daraus, dass ihn die hohen Kosten bisher davon abgehalten haben, die schon lange gehegten Umbaupläne umzusetzen. Dass der Kaufmann jetzt doch die Initiative ergreift und in die Umgestaltung seines Schuhgeschäftes investiert, ist dem City-Förderprogramm der Stadt zu verdanken. Mit dem Zuschuss für die Erneuerung der Fassade ist das 130 000-Euro-Projekt für Arne Buller und den Hauseigentümer leichter zu schultern. Sozusagen als Gegenleistung bescheren sie Nordenham ein architektonisches Schmuckstück, das die Attraktivität der Fußgängerzone deutlich bereichert.

In Anlehnung an die historische Vorgabe wird das Gründerzeitgebäude an der Friedrich-Ebert-Straße 4 auf Vordermann gebracht. G. Borries hatte das Haus 1903 in der damaligen Vinnenstraße errichten lassen. Von Anfang an befand sich im Erdgeschoss ein Ladengeschäft. Ein erster größerer Umbau des Eingangsbereiches erfolgte 1950, als in dem Gebäude bereits das Schuhhaus Osterthun angesiedelt war. Bei weiteren Baumaßnahmen verlor die Fassade immer mehr ihr ursprüngliches Erscheinungsbild. 1984 kam es zu der aus heutiger Sicht schlimmsten Bausünde, als im Erdgeschoss ein Vordach aus Alublech angebracht wurde.

Säulen und Stuckelemente

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Der Wetterschutz, der dem markanten Gründerzeitgebäude das Gesicht nahm, soll jetzt verschwinden. Diese Rückbesinnung auf die historischen Ursprünge belohnt die Stadt mit dem City-Zuschuss. Im Zuge der Baumaßnahmen, zu denen auch eine Wiederherstellung der Seitensäulen und der Stuckelemente sowie ein Neuanstrich in grauen und weißen Farbtönen gehören, lässt Arne Buller seine Ladenräume umgestalten und vergrößern. Die Schaufensterpassage mitsamt dem roten Vordach wird abgerissen, so dass eine Erweiterung der Verkaufsfläche um rund 25 Quadratmeter möglich ist. Den zusätzlichen Platz will Arne Buller nutzen, um einen Tamaris-Markenshop einzurichten. Die Fensterfront wird weiter nach vorne verlegt und komplett erneuert. So erhöht sich die Verkaufsfläche von 225 auf 250 Quadratmeter.

Die Bauarbeiten beginnen am 1. November und sollen in knapp vier Wochen über die Bühne gehen. Die Praxisräume und die Wohnung in den beiden Obergeschossen sind davon nicht betroffen. Arne Buller, der seit 2003 in dem Haus das Schuhgeschäft Buller & Geske betreibt, trägt den Großteil der Kosten.

Der offizielle Titel des Zuschusstopfes für Fassadenerneuerungen lautet „Wirtschaftsförderprogramm City-Bau“. Es gilt für bestimmte Bereiche der Innenstadt nördlich der Bahnhofstraße.

Die Nachfrage auf die 2009 eingeführten Fördergelder hält sich bislang allerdings in Grenzen. Nach Angaben von Tim Lorenz, der beim Amt für Baumanagement für das Programm zuständig ist, wurden bislang drei Vorhaben angemeldet. Neben dem Schuhhaus Buller & Geske handelt es sich dabei um das Optikergeschäft Schwarting und die Alte Post.

Angesichts der schwierigen Wirtschaftslage kommt die Zurückhaltung der Immobilienbesitzer für Tim Lorenz nicht überraschend. Als ein weiteres Problem hat er ausgemacht, dass viele Häuser auswärtigen Eigentümern gehören, deren Interesse an einer attraktiven Nordenhamer Innenstadt nicht übermäßig groß ist.

Wichtig für das Flair

Tom Lorenz hofft, dass jetzt mehr Schwung in die Sache kommt. „Ansehnliche Fassaden sind nicht nur wichtig für das Flair der Innenstadt“, sagt er, „sondern sie sind für die Geschäfte auch verkaufsfördernd und wirken wie eine große Werbeanlage.“ Wer sich den Zuschuss nicht entgehen lassen will, sollte nicht mehr allzu lange mit dem Antrag warten. Denn niemand weiß, ob sich die Stadt das Förderprogramm auf Dauer leisten kann.

Förderhöhe 35 Prozent, Höchstförderung 7000 Euro

Förderhöhe 35 Prozent, Höchstförderung 12 000 Euro

Förderhöhe 35 Prozent, Höchstförderung 2500 Euro

Förderhöhe 35 Prozent, Höchstförderung 2500 Euro

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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