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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Tierschutz: Ute Luderer neue Vorsitzende

18.08.2018

Rüdershausen Auf die Jahreshauptversammlung des Gnadenhofs Pferdeoase ist in diesem Jahr mit ganz besonderer Spannung geartet worden. Denn im Vorjahr war die Gründerin und langjährige Vorsitzende Ingrid Lindenberger nach langer schwerer Krankheit gestorben. Bernhard Kutz, zugleich Schatzmeister der Pferdeoase, musste sich seither alleine um die große Hofstelle in Rüdershausen kümmern und konnte zugleich nach jetzt 25 Jahren auf das Vereinsjubiläum hinweisen.

Neuwahlen

17 stimmberechtigte, zum Teil weit angereiste Mitglieder , waren bei der Jahreshauptversammlung anwesend. Eine Ehrenfanfare zum Jubiläum spielte die Bläsergruppe Friesland-Wilhelmshaven mit Stammsitz in Zetel.

In diesem Jahr standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung. Neue Vorsitzende wurde Ute Luderer aus Schwanewede. Die 56-Jährige hatte das Amt auf Wunsch von Ingrid Lindenbergen zuvor bereits kommissarisch übernommen.

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Nach jahrelanger Tätigkeit stellte Luisa Littwitz aus Zetel, das Amt der 2. Vorsitzenden zur Verfügung. Neuer 2. Vorsitzender wurde der langjährige Stallmeister Florian Krüger aus Rüdershausen. Schatzmeister bleibt Bernhard Kutz, ebenso im Amt bleibt die Schriftführerin Nadine Wündrich aus Diekmannshausen. Neu hinzu gekommen ist der Posten der stellvertretenden Schriftführerin, den Esther Friedrich aus Oldenburg übernimmt. Holger Kannengieter aus Oldenbrok kümmert sich als Computerfachmann weiterhin um die Homepage des Vereins.

Der Verein hat derzeit 139 Mitglieder. Bei einer möglichen Auflösung des Vereins wurde die Vermögenszielrichtung neu festgelegt. Berücksichtigung sollen die Stiftung Gut Aiderbichl in Henndorf, Österreich, und als zweiter Nutznießer Pro Animale für Tiere in Not in Uetzing finden.

Der Vorstandsbericht bezog sich auf die vergangenen 25 Jahre. In dieser Zeit konnten unter anderem auch 230 Hunde in der Pferdeoase Zuflucht finden und vermittelt werden.

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Hilfe in der Not

Ingrid Lindenberger und Bernhard Kutz haben den Gnadenhof stetig erweitert. 413 Pferde und Ponys und 33 Esel fanden in dieser Zeit hier einen würdigen Lebensabend. Bernhard Kutz sprach deutlich ein wiederkehrendes Problem neuster Zeit an: „ Auffallend sind die steigenden Anfragen, schon junge Pferde abzugeben, die eigentlich gar nicht krank, aber für den Hochleistungssport untauglich sind. Kutz erinnerte in diesem Zusammenhang an den Slogan der Pferdeoase, die vom Abstellgleis ins Paradies führen soll, und vor allem älteren und dienstunfähigen Pferden zu Gute kommen solle. Immer mehr junge Pferde würden mittlerweile nur noch als Sportgerät gesehen und immer weniger Besitzer seien bereit, für ein Pferdeleben lang immer die Verantwortung zu übernehmen. Festzustellen sei auch, dass Einrichtungen für alte Pferde immer seltener würden.

Absicherung

Ein Anliegen sei es deshalb, die Vereinsarbeit langfristig abzusichern. So soll der Verein Gnadenhof Pferdeoase in eine Stiftung Gnadenhof Pferdeoase umgewandelt werden. Hier hat Dr. Stefan Pflanz erste Vorarbeit geleistet. Der Sponsor reiste aus seinem Wohnort, dem 750 Kilometer entfernten Biberach, südlich von Ulm an. Der 74-jährige Bernhard Kutz stellt nach wie vor den Hof und Ländereien dem Verein kostenlos zur Verfügung. Die Hofanlage soll in absehbarer Zeit in die Stiftung einfließen.

Rückblick: Die Geschichte des Gnadenhofes begann 1974 in Niederbayern. Dort hatten Ingrid Lindenberger und Bernhard Kutz einen kleinen Hof erworben, um ein paar Pferden ein artgerechtes Leben zu ermöglichen. Da die Grundstückspreise und die Bodenbeschaffenheit in Süddeutschland der Idee eines Gnadenhofs nicht entgegen- kamen, wurden Ländereien und Gebäude in der Wesermarsch, in Rüdershausen, erworben. Dort stand der Wiederaufbau von Wohnhaus und Wirtschaftsgebäuden auf dem Programm. Hinzu kamen neue Stallgebäude mit großzügigen Boxen. Das war dann auch der Beginn des Vereins und seiner Gründung im Jahre 1993.

Bewegungshalle

Ingrid Lindenberg hatte über 20 Jahre lang die Idee der Errichtung einer Bewegungshalle für Pferde. Dieser Wunsch soll schon in naher Zukunft in Erfüllung gehen. Eine Pferdefreundin hat einen sehr großen Teil ihrer Erbschaft dazu beigesteuert. Der Bauantrag für die 20 mal 40 Meter große Halle ist gestellt.

Großen Dank sprach man auf der Jahreshauptversammlung für die Spendenbereitschaft und das Engagement im Tierschutz aus, der heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich sei, so der Vorstand.

Zum Jubiläum überbrachte Ovelgönnes stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Hübenthal Grußworte und ein Flachgeschenk der Flächengemeinde. „Wir sind glücklich, so eine einzigartige Anlage in der Gemeinde Ovelgönne zu haben“, sagte Hüben­thal.

Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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