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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stammzellen-Spende: Schon zwei Mal neues Leben verschenkt

19.04.2014

Mittenfelde Mehr als 2100 Menschen haben sich kurz vor Weihnachten für die 17-jährige Monique Rockel aus Brake typisieren lassen. Inzwischen hat die Deutsche Knochenmark-Spenderdatei (DKMS) in Köln einen geeigneten Stammzellenspender für die an Leukämie erkrankte junge Frau gefunden.

Wer sich jetzt auch typisieren lassen will, um einem anderen Menschen in höchster Not helfen zu können, muss nicht unbedingt an einer großen Aktion teilnehmen, sagt Dr. Mike Diederich.

Jeder kann es selbst zu Hause machen. So hat es Mike Diederich auch getan, und er hat damit inzwischen zwei Menschen das Leben gerettet. Dafür hat die DKMS nicht nur ihn ausgezeichnet, sondern auch seinen Arbeitgeber, die Masterrind GmbH. Denn die hatte den 40-jährigen Nordenhamer für seine beiden Stammzellen-Spenden von der Arbeit freigestellt.

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Dr. Mike Diederich arbeitet im Embryo-Labor der Niederlassung Mittenfelde der Masterrind GmbH. Er sei dankbar, dass er Agrarwissenschaft mit Schwerpunkt Tierzuchtwirtschaft studieren und anschließend promovieren durfte und wolle der Gesellschaft etwas zurückgeben, sagt der aus der Eifel Gebürtige.

So kam er zusammen mit zwei Kollegen 2005 auf die Knochenmark-Typisierung. Dazu bestellte er bei der DKMS ein Set und nahm sich zu Hause etwas Blut ab. Heute reicht eine Speichelprobe auf einem Wattestäbchen aus, sagt Mike Diederich.

Schon im Frühjahr 2007 rief ihn die DKMS erstmals an und fragte, ob er noch als Spender zur Verfügung stehe. Ein anderes Labor prüfte noch einmal die Eignung seiner Stammzellen. Dann legte Ärzte die Methode der Stammzellen-Spende fest: Die Zellen wurden wie bei einer Dialyse aus seinem Blut herausgefiltert. Dazu begab er sich in die Universitätsklinik Dresden.

Sieben Stunden dauerte die Spende. Danach fühlte er sich so schlapp, als wenn er einen halben Liter Blut gespendet hätte, wie er sagt. Menschen, die schwer körperlich arbeiten müssen, empfiehlt er, nach der Spende eine oder anderthalb Wochen Urlaub zu machen. Er selbst ging gleich wieder an die Arbeit.

Wer einmal gespendet hat, ist für fünf Jahre gesperrt – zu seinem eigenen Schutz. Im März 2013 spendete Diederich ein zweites Mal. Diesmal begab er sich in eine Klinik in Münster, die Spende dauerte nur fünf Stunden. Das liege auch am Gewicht des Empfängers, sagt Mike Diederich: Je schwerer er ist, desto mehr Stammzellen braucht er.

Mike Diederich spendete für zwei Empfängerinnen: zwei Frauen aus den USA. Die erste ist mittlerweile vollständig von Leukämie geheilt, bei der zweiten hat die Transplantation angeschlagen, aber sie ist noch nicht ganz über den Berg. Mehr hat er von der DKMS nicht erfahren, direkte Kontakte zwischen Spender und Empfänger sind nicht vorgesehen. Aber Dr. Mike Diederich freut sich, dass er den Frauen helfen konnte.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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