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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Projekt: Schoner „Avontuur“ lichtet den Anker

03.06.2016

Elsfleth Eigentlich wollte Kapitän Cornelius Bockermann Elsfleth bereits Anfang Mai mit seinem Frachtsegler „Avontuur“ verlassen, um am Hamburger Hafengeburtstag teilzunehmen – der Abschied hat sich verzögert.

Nun soll es bald losgehen. In der kommenden Woche wollen Bockermann und seine Crew in See stechen. Ihre erste Tour wird sie voraussichtlich nach Hamburg führen, wo sie eine Ladung Kaffee aufnehmen wollen, die nach Le Havre verschifft werden soll. Weitere Aufträge liegen vor: Rum- und Weinfässer nach Tilbury, Brest, La Palma, Madeira und Porto. „Es gibt verschiedene Anfragen“, freut sich Kapitän und Reeder Cornelius Bockermann. Dennoch zeigen sich die Kunden noch zurückhaltend. „Wir müssen erstmal zeigen, dass wir fahren“, erklärt Bockermann.

Ende August soll die „Avontuur“ wieder in Elsfleth Station machen. Dann soll der Schoner mit einer neuen Schiffsschraube ausgestattet werden. „Ein Motor ist drin, aber nicht, um ihn zu benutzen“, sagt Bockermann. Denn in seinem Projekt geht es darum, die Schifffahrt „sauberer“ zu machen (die NWZ  berichtete).

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Der kleine Motor trage paradoxerweise genau dazu bei. „Segelschiffe sind im Hafen immer auf Schlepper angewiesen“, erklärt Bockermann. Diese müssten vor dem Einsatz eine gewisse Zeit warm laufen und kämen für eine Aktion oft auf drei bis vier Stunden Betrieb, erklärt der Kapitän. „Wir können hier auf der Hunte bis an das Sperrwerk heransegeln, schmeißen den kleinen Motor an bis zur Werft und nach zehn Minuten ist der Motor wieder aus“, sagt Bockermann. Auch sonst glänzt der alte Schoner (Stapellauf war 1920) mit neuester Technik. An Deck werden Solarzellen installiert. Gemeinsam mit zwei Windkraftanlagen sollen sie in Zukunft die gesamte Stromversorgung des Schiffes übernehmen. „Selbst die Positionslaternen sind moderne LEDs. Und wir haben Navigationsgeräte mit geringstem Verbrauch“, sagt Bockermann.

Mit seinem Projekt hatte er über Deutschlands Grenzen hinaus für große Aufmerksamkeit gesorgt. Das familien- und sozialkompatible Projekt, an dem insgesamt über 130 freiwillige Helfer aus allen möglichen Nationen beteiligt waren, wurde auch von einem NDR-Fernsehteam begleitet.

Insgesamt hat der Umbau zum Frachtsegler rund 1,3 Millionen Euro gekostet. Seit Beginn sind inzwischen fast zwei Jahre vergangen. Erstmals einer größeren Öffentlichkeit präsentierte sich die fast fertige „Avontuur“ am vergangenen Wochenende auf den Elsflether Seefahrtstagen (die NWZ  berichtete).

Das freute die Elsflether und die angereisten Gäste aus nah und fern besonders, hatten sie doch die Gelegenheit beim „Open ship“ den Segler, seinen Kapitän, die Crew, die Trainees und das Projekt Timbercoast – den emissionsfreien Warentransport unter Segeln – kennen zu lernen.

Dabei sorgte die „Avontuur“-Crew für einen besonderen Höhepunkt: Der Bug des Seglers wurde in alter Tradition mit einer Galionsfigur ausgestattet. „Leider“, so Bockermann, „konnte der Schöpfer der Galionsfigur, Claus Hartmann, nicht an dem Ereignis teilnehmen.“

Die Crew der „Avontuur“ ließ die Köpfe nicht hängen: Do it yourself – unter diesem Motto haben die Jungs und Mädchen während der gesamten Umbauzeit immer erfolgreich gearbeitet und es klappte diesmal auch mit der Galionsfigur.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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