• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Industrie: Alte Deponie ist jetzt dicht

09.09.2019

Schweewarden /Galing Die Deponie Galing II der Nordenhamer Zinkhütte „ist jetzt dicht.“ Das hat Dr. Günter Halle, der bei der Zinkhütte das Deponie-Management leitet, während einer Informationsveranstaltung im neu renovierten Saal des Kaiserhofes in Schweewarden mitgeteilt. Seinen Angaben zufolge ist mit der Verlegung der letzten Kunststoffdichtungsbahn die Fläche dieser Deponie vollständig zur Rekultivierung geschlossen worden. „Jetzt muss sie nur noch grün werden“, fügte der Diplom-Chemiker vor mehr als 80 Zuhörern hinzu.

2012 Planung gestartet

Von den zuständigen Behörden abgenommen ist dies aber noch nicht, das folgt wahrscheinlich erst im nächsten Jahr. Die Deponie Galing II ist 1989 in Betrieb genommen worden. Da ihre Kapazität nur noch bis Mitte/Ende dieses Jahres ausreichte, hatte die Zinkhütte schon im Jahr 2012 mit den Planungsverfahren für eine neue – Galing III – begonnen. Sie ist in direkter Nachbarschaft genehmigt und in einem ersten Abschnitt im Mai dieses Jahres in Betrieb genommen worden.

Hier werden eisenhaltige Rückstände (Jarofix) aus der Produktion der Nordenhamer Zinkhütte deponiert. Von 1974 bis 1989 hatte die Zinkhütte Galing I betrieben. Diese Deponie ist von 1994 bis 1996 rekultiviert worden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die neue Deponie Galing III soll entsprechend Bedarf nach und nach wachsen. Ihre Kapazität soll für insgesamt 25 Jahre reichen. Sie wird in vier Abschnitten realisiert. Auf den ersten Bauabschnitt, dessen zweiter Teil bis Ende dieses Jahres vollendet sein soll, folgen alle sechs bis sieben Jahren weitere Bauabschnitte.

Der erste Abschnitt kostet der Zinkhütte einschließlich der für alle vier Abschnitte bereits vor Baubeginn geleisteten Naturschutzinvestitionen etwa 18 Millionen Euro.

In der Zinkproduktion fallen verschiedene Nebenprodukte an. Die im ersten Prozess-Schritt entstehende 96-prozentige Schwefelsäure wird an Industriebetriebe verkauft. Die Hütte arbeitet nachhaltig und nutzt weitere Nebenprodukte wie Cadmium, Kupfer-, Blei-Silber-Verbindungen. Jedoch nicht Jarosit bwz. Jarofix, weil es dafür (noch) kein Verfahren zur Weiterverwendung gibt.

Früher als Schlamm

Jarosit wurde früher als Schlamm eingelagert. Seit 2011 wird es unter Zugabe von Kalk aufbereitet, mit Zement versetzt und zu Jarofix umgefällt. Jarofix wird auf der Hütte bis zu 10 Tage zwischengelagert, bis es stichfest ist und dann als fester Abfall mit Container-Lastwagen auf die Deponie gebracht wird.

Die Verfestigung von Jarosit in Jarofix hat die Deponierung umweltfreundlicher und einfacher gemacht.

Während der Informationsveranstaltung im Saal de Kaiserhofes in Schweewarden hat Günter Halle deutlich gemacht, dass während des Lastwagen-Transportes von der Zinkhütte zur Deponie kein Jarofix austreten kann. Auf einer von dem Ablagerungsgelände getrennten Deponiefläche wird der geschlossene Container des Anlieferungs-Lastwagens auf die Containerfläche eines Deponielastwagens gezogen.

Im August habe es zwei anonyme Hinweise aus Schweewarden gegeben, wonach Jarofix-Reste auf die Straße gefallen seien. Die Zinkhütte hat laut Günter Halle sofort und unmittelbar reagiert und die Stellen gereinigt. Ergebnis der anschließenden chemischen Untersuchungen: Es war kein rot-braunes Jarofix, sondern einfach nur Lehmboden.

Seit Frühjahr dieses Jahres läuft auf den Ausgleichsflächen in Nachbarschaft des Deponiegeländes das sogenannte Vogel-Monitoring. Dabei hat sich laut Günter Halle bereits herausgestellt, dass es hier erste Ansiedlungen und Bruterfolge von Kiebitz und Nilgans gibt.

Rücksichtslos

Leider gebe es aber auch rücksichtslose Wild-Angler und deren Hinterlassenschaften (darunter auch Müll), bedauerte Günter Halle.

Die Zinkhütte setzt laut Günter Halle weiter auf das im Laufe der vergangenen Jahrzehnte aufgebaute Vertrauen bei benachbarten Landwirten und Bewohnern der benachbarten Dörfer Tettens und Schweewarden. Sollte es irgenwelche konkreten Befürchtungen oder besorgte Beobachtungen geben, bitte er um sofortige und direkte Kontaktaufnahme, damit die Zinkhütte für unmittelbare Klärung sorgen könne.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2206
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.