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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bauvorhaben: In Schwei soll besonderes Haus entstehen

07.07.2018

Schwei Auf große Zustimmung bei der Schweier Bevölkerung stießen am Donnerstagabend die Pläne für ein neues Appartementhaus in dem ein betreutes Wohnen in der Ortsmitte angeboten werden soll. Unternehmer Carsten Hippenstiel – in Vertretung für seine Frau Stefanie – und Architekt Johann Boner stellten das Bauvorhaben beim Stammtisch des Schweier Bürgervereins vor.

Die Bauherrin, die Bauwerk 21 Vertriebs GmbH von Stefanie Hippenstiel, plant, auf dem Grundstück an der Lindenstraße 10 in mehreren Bauabschnitten eine Wohnanlage zu errichten. Derzeit geht es aber nur um den ersten Bauabschnitt. Ein Mehrparteienhaus mit Wohnungen in zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss. Insgesamt acht Wohnungen (verschiedener Größen von 63 bis 78 Quadratmetern) sollen dort entstehen.

Erste Vorstellung 2016

Das Bauvorhaben ist nicht völlig neu, denn schon 2016 hatten die Träger ihre Pläne der Gemeinde Stadland vorgestellt. Damals stieß der Komplex mit drei Wohnhäusern, in dem Mehrgenerationen-Wohnen ermöglicht werden sollte, nicht auf vollständige Zustimmung im Infrastrukturausschuss. „Die Bürger wollen keine Mietskasernen“, hatte es damals geheißen, und die Ausschussmitglieder hatten ihre Befürchtungen geäußert, dass der Komplex ein Fremdkörper an der Lindenstraße werden würde. Die beiden ursprünglich geplanten Nebengebäude sind zwar nicht ganz vom Tisch, gehören aber nicht zum nun geplanten ersten Bauabschnitt.

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Nichtsdestotrotz soll das jetzt geplante Appartementhaus im hinteren Bereich des Grundstücks gebaut werden, um im vorderen Bereich Platz für zwei weitere Häuser zu lassen. „Wenn die Nachfrage groß ist, dann ist es angedacht, einen zweiten und dritten Teil dazu zubauen. Auch von der Gestaltung werden die Gebäude zusammengehörig sein“, sagte der Architekt.

Ein explizites Mehrgenerationen-Wohnmodell wird nicht mehr geplant. „Wir haben damals dazu aufgefordert, sich bei Interesse zu melden“, sagte Carsten Hippenstiel. Doch es habe sich nur ein Interessent gemeldet, erzählte er. Durch Zufall seien sie mit Dieter Lieken in Kontakt gekommen, der in Rodenkirchen ein betreutes Wohnen und das Pflegezentrum betreibt.

An der Lindenstraße solle nun ein besonderes Haus entstehen, das nicht wie sozialer Wohnungsbau aussehen dürfe, sagte der Architekt Johann Boner. „Wir wollen auch mit der Größe nicht die Maßstäbe sprengen“, versicherte er. Doch es mache den Ort aus, dass in Schwei eben nicht nur Einfamilienhäuser stehen, sagte der Architekt.

Die Gesamte Wohnfläche werde 600 Quadratmeter betragen, die Fläche des Hauses rund 860 Quadratmeter. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein. Zwei Wohnungen sollen explizit rollstuhlgerecht gebaut werden. Alle Wohnungen sind mit einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet. Mittels eines Fahrstuhls und über eine großzügig gestaltete Treppe gelangen die Bewohner in die Geschosse.

Während die Mehrzahl der Zuhörer im Schweier Krug am Donnerstag spätestens hier wissen wollte, wann die Wohnungen bezugsfertig seien, war eine direkte Nachbarin des Grundstücks nicht überzeugt. Sie befürchtete, dass der mehrgeschossige Neubau ihrem Grundstück das Licht nehmen werde. Der gesetzlich vorgeschriebene Abstand von circa 3,75 Metern werde eingehalten, der aufseiten des Grundstücks der Anwohnerin leider fehle, gab der Architekt etwas schroff zurück und führte dann die Vorstellung der Planungen fort.

Ein Gemeinschaftsraum

Im Dachgeschoss soll ein Gemeinschaftsraum inklusive einer Küchenzeile und eines Badezimmers eingerichtet werden. Hier werde an festen Tagen in der Woche eine Betreuungskraft der Ambulanten Kranken- und Altenpflege Dieter Lieken vor Ort sein. Sie werde Aktivitäten anbieten, die zuvor mit den Bewohnern erarbeitet werden sollen, denn „nicht jeder hat Lust Rommé zu spielen“, sagte Dieter Lieken.

Er betonte, dass auch im Betreuten Wohnen die Wohnungen völlig autark seien. Der ambulante Pflegedienst kümmere sich um die Flurreinigung, darum, dass der Müll an die Straße gestellt wird und um das Außengelände. Jede Wohnung werde mit einem Hausnotruf ausgestattet. Darüber hinaus können die Bewohner auch Pflegeangebote in Anspruch nehmen, sie müssen es aber nicht. „Bis zur Wohnungstür kümmern wir uns. Was hinter der Tür passiert, bestimmt der Bewohner selbst“, fasste Dieter Lieken das Angebot des betreuten Wohnens zusammen.

Die Planer rechnen damit, die nötigen Unterlagen in etwa vier bis sechs Wochen vom Landkreis Wesermarsch als zuständige Baubehörde zu bekommen. In den Ausschüssen der Gemeinde Stadland wird das Bauvorhaben voraussichtlich im August auf der Tagesordnung stehen.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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