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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Gasthaus: Erfolg mit Gyros und Grünkohl

30.09.2017

Schwei Nächste Woche will er wieder nach Griechenland. Da ist es wärmer als hier. Doch seine Heimat hat Kosta Papageogiou in Schwei gefunden, und deshalb will der 59-jährige Gastronom jetzt Nägel mit Köpfen machen und den Schweier Krug kaufen.

„Ich sehe eine Perspektive hier“, sagt Kosta, der kaum jemanden siezt. Und die Gemeinde, die den Schweier Krug 2012 in einer Zwangsversteigerung erworben hatte, habe kaum die Mittel, um die Traditionsgasthaus weiter auszubauen. Deshalb sei er ganz froh gewesen, als die Gemeinde ihn gefragt habe, ob er das Gasthaus kaufen wolle.

Kinder machen mit

Bevor er antwortete, habe er aber seine Kinder Natalia (23) und Noel (19) gefragt. Beide arbeiten im Schweier Krug mit. Natalia absolviert ein Fernstudium im Personalmanagement, Noel – der auch das Abitur abgelegt hat – bemüht sich um eine Ausbildung in der Gastronomie.

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„Die Konditionen waren einladend“, sagt Kosta, warum er nach Schwei gegangen, „die Pacht ist günstig.“ Zudem hatten Schweier ihn angesprochen. Am 13. Dezember 2012 eröffnete er ein Gasthaus, in das die Gemeinde schon einiges investiert hatte. Er selbst renovierte Gaststube und Saal, frischte die fünf Hotelzimmer auf, richtete einen Sommergarten ein und baute vor der Tür eine Terrasse mit Sitzplätzen auf.

Zusätzlich zu griechischen Gerichten bietet er Pizza und – besonders wichtig – im Winter auch Grünkohl an. Schnell wurde der griechische Schweier Krug zum beliebten Treffpunkt, aber nicht nur für Einheimische, denn „von 670 Schweiern allein könnten wir nicht leben“, wie Kosta sagt. Viele Kunden, die er schon in seinem Rodenkircher Gasthaus Ikaros bewirtet hatte, blieben ihm treu. „Meine Gäste kommen aus ganz Stadland, aber auch aus Nordenham, Brake und Varel“, sagt er.

Aber es ist noch mehr möglich, glaubt der Gastwirt. So will er den Saal feiner ausgestalten, um mehr Hochzeiten zu bekommen. „Wir sind jetzt normal ländlich eingerichtet, aber Hochzeitsgäste haben es gern etwas schicker“, sagt Noel Papageorgiou. Kosta möchte außerdem die Terrasse überdachen, damit sie in der ganzen warmen Jahreszeit genutzt werden kann. Auch die sechs Hotelzimmer, die noch im Rohbau sind, will er fertigstellen. Als Gäste setzt er auf Monteure, Durchreisende, Arbeitskräfte beim Rückbau des Kernkraftwerks und bei der kommenden Küstenautobahn sowie Besucher von Schweier Bürgern. Für den Hoteltrakt muss er auch eine neue Fluchttreppe bauen.

Gelernter Schiffbauer

Kosta ist übrigens gelernter Schiffbauer und Klimatechnikmeister, er stammt aus Trikala in Mittelgriechenland. In der Großstadt Volos eröffnete er 1985 seine erste Taverne – „just for fun“, nur zum Spaß. Doch der Laden lief, und der Spaß blieb. Fünf Teestuben und eine weitere Taverne später kam Kosta mit der Mutter seiner Kinder 1991 nach Bremen, wo er als Koch arbeitete. 1995 pachtete er den ehemaligen Rodenkirchener Hof unter dem Namen Ikaros; das ist in der griechischen Sage der Sohn des Daedalos, der fliegen lernt. Zwischenzeitlich betrieb Kosta in Abbehausen das Pegasos, das nach einem geflügelten Pferd benannt ist.

„Bei mir muss alles fliegen“, sagt Kosta. „Hier in Schwei fliegt aber nichts“, sagt Noel wegen des unprätentiösen Namens Schweier Krug. Kosta guckt halb skeptisch, halb belustigt: „Meinst du?“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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