• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Genossenschaft: „Es reicht einfach nicht mehr“

07.12.2017

Schwei Was seit Wochen gemunkelt wurde, ist nun offiziell: Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Wesermarsch schließt zum Jahresende ihre Niederlassung in Schwei. „Die Zeiten haben sich geändert, es reicht einfach nicht mehr“, begründete Geschäftsführer Dr. Ingo Böning den Schritt.

Zusätzliche Öffnung

Damit ist der Versuch gescheitert, die Schließung, die sich schon vor einem Jahr abzeichnete, doch noch abzuwenden. In einer Bürgerversammlung im Januar mit 110 Teilnehmern hatte die Schweierin Susanne Schirmer eine Nachmittagsöffnung an zwei Wochentagen vorgeschlagen, Ratsherr Olaf Helwig (WPS) bat darum, dies wenigstens ein halbes Jahr lang zu versuchen. Der RWG-Vorstand nahm den Vorschlag auf und bot seit Ende März eine zusätzliche Nachmittagsöffnung am Freitag an. Dazu kamen neue Aktionsflächen und Werbeangebote.Erst im Jahr zuvor hatte die Genossenschaft die Öffnungszeiten auf halbtags reduziert, um angesichts der Krise in der Landwirtschaft Geld zu sparen.

„Wir haben bei der Bürgerversammlung nicht zu viel versprochen“, sagt Ingo Böning heute. „Wir haben die Sache ein Jahr lang beobachtet, aber es lohnt sich nicht.“

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

In der Niederlassung würden an jedem Öffnungstag zwei bis drei Mitarbeiter gebraucht. Zudem müsse das Gebäude auch instand gehalten werden. Gleichzeitig habe sich die Struktur der Landwirtschaft, also der Hauptkunden, stark verändert. Derzeit gebe es um Schwei nur noch 40 Bauernhöfe; in früheren Jahren seien es doppelt oder dreimal so viele gewesen.

Fast alle Landwirte lassen sich ihre Waren mit dem Laster liefern, erläuterte Ingo Böning weiter. Das könne die Genossenschaft auch von Strückhausen aus erledigen. Nachdem die Generalversammlung am 21. November die Schließung gebilligt hatte, ließ Böning bei den Schweier Landwirten nachfragen, welche Waren sie zusätzlich zu den Massengütern wie Futter- und Düngemittel sowie Treibstoffe geliefert haben wollen. Die Wünsche, die die Landwirte äußerten – etwa Reinigungsmittel oder Milchpulver – sollen erfüllt werden, denn schließlich will die Genossenschaft ihre wichtigsten Kunden nicht verlieren.

Für alle Kunden bietet das Unternehmen ab nächster Woche einen Ausverkauf mit reduzierten Preisen an. Was aus dem Gebäude wird, soll sich erst nach der Schließung entscheiden, sagt Dr. Ingo Böning. Das Rampenlager mit 350 Quadratmetern Fläche sei zu klein und nicht mehr zeitgemäß, deshalb werde es wohl zurückgebaut.

An dem Grundstück bekundet die Gemeinde Interesse. Bürgermeister Klaus Rübesamen hat für nächsten Montagnachmittag dazu ein Gespräch mit Ingo Böning vereinbart. Was er sich für das Gelände vorstellen kann, sagt Klaus Rübesamen noch nicht. Entscheiden müsse der Rat.

Von den vier Mitarbeitern der Genossenschaft wechseln zwei von Schwei nach Rodenkirchen, einer ist schon nach Jaderberg gegangen, eine Teilzeitkraft scheidet aus. „Es gibt keine sozialen Härten, das war uns wichtig“, betont Dr. Ingo Böning.

Wohin mit der Post?

Sabine Minnemann, die Vorsitzende des Schweier Bürgervereins, bedauert das Aus für die Niederlassung. Jetzt will sie retten, was zu retten ist, nämlich den Postservice, der bislang in der Genossenschaft untergebracht ist. Sowohl Bürgermeister Klaus Rübesamen als auch ihre Vorgängerin Renate Duhm hätten sich um Geschäfte bemüht, die diesen Service übernehmen wollen. Ingo Böning sagt, zwei Geschäfte seien dazu bereit. Nach den Worten von Sabine Minnemann geht es vor allem um die Annahme von Paketen, wenn die Adressaten nicht zu Hause sind. Dass die Post in Schwei künftig noch Pakete auswiegen werde, sei nicht zu erwarten.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2203
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.