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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Er machte in Schwei sein Glück

14.03.2018

Schwei Im Alter von 77 Jahren ist am Sonntag Rudolf Bookmeyer gestorben. Er hat in Schwei viele Spuren hinterlassen – als erfolgreicher Geschäftsmann und als aktiver Mitbürger, der sich auf vielfältige Weise in das Leben der Dorfgemeinschaft eingebracht hat. Er galt als kantig, aber gerecht.

Beim Herrenausstatter

Rudolf Bookmeyer war ein Butenostfriese, der in Schwei sein Glück gemacht hat und davon auch andere profitieren ließ. Geboren wurde er am 9. Januar 1941 in Süd-Dunum unweit von Wittmund als Sohn des Kolonialwarenhändlers Christian Bookmeyer. Als er 14 war, zog die Familie in das benachbarte Städtchen Esens um. Bald danach begann er in einem Wittmunder Herrenbekleidungsgeschäft eine Lehre zum Textilkaufmann.

Doch dieser Zweig der Wirtschaft stellte ihn nicht dauerhaft zufrieden. Deshalb startete er 1961 einen Neuanfang – es war keineswegs der letzte in seinem Leben. Rudolf Bookmeyer begann bei der Oldenburgischen Landesbank (OLB) in Jever eine zweite Lehre. 1969 gelang ihm ein Karrieresprung: Er wechselte als Rendant – also Bankleiter – zur damals noch selbstständigen Raiffeisenbank Schwei. Dabei begleitete ihn seine Frau Erika, die er im August 1966 geheiratet hatte.

Kaum nach Schwei gewechselt, trat er in die Feuerwehr ein, der er schon 1959 in Wittmund beigetreten war. 1972 wählten ihn die Kameraden zum Ortsbrandmeister – das Amt behielt er für eine sechsjährige Amtszeit bei. Von 1986 bis 1992 war er Gemeindebrandmeister.

Schon 1974 ging Bookmeyer beruflich ungewöhnliche Wege: Nach dem Tod des Schweier Auktionators von Seggern etablierte er in seiner Raiffeisenbank eine Immobilienabteilung – heute nichts Besonderes, damals eine im Oldenburger Land beispiellose Innovation.

Für Immobilien hatte er ein Händchen, und so stieg er 1984 bei der Raiffeisenbank aus und gründete zusammen mit seiner Frau Erika sein eigenes Immobilien-Unternehmen. Die Familie musste nach 15 Jahren aus dem Bankgebäude an der Lindenstraße ausziehen und wohnte zunächst an der Sportstraße zur Miete. In dem Haus war auch der Unternehmenssitz. Gleichzeitig bauten Erika und Rudolf Bookmeyer sich ein neues Haus an der Feldstraße 1, wohin auch der Sitz des Unternehmens verlegt wurde.

Mit Versicherungen

1985 übertrug Rudolf Bookmeyer das Unternehmen an seine Frau Erika; er selbst wurde leitender Angestellter bei der Oldenburgischen Landesbrandkasse und Chef der Agenturleiter dieser Versicherung. In seiner Zeit als Bankrendant hatte er gute Einblicke in das Versicherungswesen nehmen können. Nach Dienstschluss bei der Brandkasse war er für das Unternehmen seiner Frau tätig.

Zum 1. Januar 1998 ging das Unternehmen an seinen damals 21-jährigen Sohn Christian über, dem Rudolf Bookmeyer ebenfalls als Mitarbeiter diente. Seine Stellung bei der Landesbrandkasse gab er auf. 2004 gingen er und seine Frau in Rente. Rudolf Bookmeyer verkörperte das Ideal des ehrbaren Kaufmanns, das er seinem Sohn als Leitlinie weitergab.

Bestand das Unternehmen Immobilien Bookmeyer 1998 aus drei Angehörigen – Vater, Mutter und Sohn – sowie zwei Angestellten, besteht es jetzt aus Christian Bookmeyer und fünf Angestellten. Der Immobilienhandel auf dem Land ist ein wesentlicher Geschäftszweig, Schwei mit seiner relativ zentralen Lage an der Bundesstraße 437 hat sich als Firmensitz bewährt.

Um im Dorf dazuzugehören, engagierte sich Rudolf Bookmeyer von Anfang an. Ein wichtiges Anliegen seiner späteren Jahre war ihm der Bau der neuen Turnhalle. Gern übernahm er den Vorsitz des Fördervereins für den Neubau an der Sportstraße – nicht zuletzt, weil sein bester Freund Heiko Reins sich auch in vorderster Front für diesen Neubau einsetzte. Als Vorsitzender repräsentierte Rudolf Bookmeyer eine große Gemeinschaft von Schweier Bürgern, die viel Arbeit in die neue Sportstätte investierte. Das Einwerben von Spenden war eine mindestens ebenso wichtige Aufgabe des Vereins, der sich inzwischen aufgelöst hat.

Und auch die Gründung des neuen Schweier Bürgervereins, der 2012 aus der Siedlergemeinschaft hervorgegangen war, hat Rudolf Bookmeyer wesentlich unterstützt. Bis zur Jahreshauptversammlung am 22. Februar, kurz vor seinem Tod, amtierte Rudolf als Zweiter Vorsitzender.


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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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