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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Wirtschaft: Schweier Krug: Gemeinde erhält Zuschlag

11.07.2012

NORDENHAM Mit zwei Überraschungen endete am Dienstag der Zwangsversteigerungstermin im Amtsgericht Nordenham. Die Gemeinde Stadland erhielt den Zuschlag für das Hotel Schweier Krug. Bürgermeister Boris Schierhold hatte im Namen der Gemeinde 86 650 Euro geboten. Das war gleichzeitig auch das mindeste Gebot. Der Verkehrswert des Gebäudes mit Freiflächen liegt bei 173 500 Euro. Rechtspflegerin Vanessa Hahn verkündete um 11.15 Uhr das Ende der Versteigerung. Eine weitere Überraschung gab es wenig später: Die Gemeinde zahlt lediglich 75 000 Euro.

Nachdem Schweier Vereine an Günter Busch herangetreten waren, hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende bereits im März die Verhandlungen mit der Bankaktiengesellschaft mit Sitz in Unna/Westfalen aufgenommen, die die Zwangsversteigerung betreibt. Man hatte sich dabei auf die Summe von 75 000 Euro geeinigt. Sollte die Gemeinde mehr bieten müssen, um den Zuschlag zu erhalten, würde die Bank gegenüber dem Gericht eine Freistellung über den erhöhten Betrag geben (in diesem Fall über 11 650 Euro), so dass die Gemeinde nur die 75 000 Euro bezahlen müsste. Diese Vereinbarung sei rechtlich sauber, merkte Günter Busch an. Hätte aber nur ein Interessent die Gemeinde überboten, wäre die Vereinbarung hinfällig geworden.

Insgesamt dritter Termin

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Weil außerhalb eines öffentlichen Termins das Amtsgericht das Objekt nicht veräußern durfte, war es nun zu dem insgesamt dritten Zwangsversteigerungstermin gekommen. Grünes Licht hatte der Gemeinderat gegeben. Von der CDU/Grünen-Gruppe waren für den Ankauf nebst Unkosten 85 000 Euro sowie für die erste Sanierung 50 000 Euro in den Haushalt der Gemeinde eingestellt worden.

Die Bankaktiengesellschaft betrieb die Zwangsversteigerung des um 1922 errichteten Gebäudes und hatte einen Anspruch gegenüber der Besitzerin Herma Peißig geltend gemacht. Nachdem die Gemeinde gestern zunächst 60 000 Euro geboten hatte, erhöhte Boris Schierhold schließlich nach dem Gespräch mit einem BAG-Mitarbeiter auf das erforderliche Mindestgebot.

Beim gestrigen neu angesetzten Termin hatten sich über 20 Zuhörer in dem Gerichtssaal eingefunden. Nach dem Zuschlag war Rudolf Bookmeyer einer der ersten Gratulanten. Er bedankte sich bei Boris Schierhold und Günter Busch im Namen der Schweier Vereine.

Der Schweier Krug wird zurzeit von Lothar Breller bewirtschaftet. „Die Gemeinde muss jetzt beraten, wie fortzufahren ist. Ziel ist es, dass die Gaststätte seitens der Gemeinde verpachtet wird“, sagte Günter Busch. Unterhaltungsarbeiten würden nun umgesetzt (unter anderem Heizungsanlage). Dann werde sich ergeben, wer den Schweier Krug betreibe. Darüber habe bislang ja noch nicht gesprochen werden können. „Wir werden nach Absprache mit den örtlichen Vereinen entscheiden“, machte Günter Busch deutlich. Sollte sich kein Pächter finden, müsste der Schweier Krug als Dorfgemeinschaftshaus betrieben werden.

Vor mehr als 30 Jahren

Schon vor mehr als 30 Jahren stand der Schweier Krug, damals hieß der Gasthof noch Feniger, im Mittelpunkt einer regen Diskussion. Ein neues Gemeindehaus sei aufgrund der baldigen Schließung der einzigen Gaststätte im Ort unbedingt notwendig, hieß es. Die heutige Situation ist ähnlich und gab den Ausschlag für die Gemeinde, das Gebäude zu kaufen. Laut Günter Busch hat die Gemeinde in den zurückliegenden Jahren rund 70 000 Euro für Renovierungsarbeiten aufgebracht.

Die Gemeinde Stadland bekam mit dem gestrigen Zuschlag ein lastenfreies Grundbuch.

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