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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Spd: Sechs Eckpfeiler für die Zukunft

09.06.2012

NORDENHAM Bei seinen Reisen als wirtschaftspolitischer Botschafter der SPD hat Garrelt Duin schon alle Höhen und Tiefen der bürgernahen Parteiarbeit durchwandert. Am schlimmsten war es in Mecklenburg-Vorpommern. Da ließen ihn die Zuhörer deutlich spüren, dass sie längst resigniert haben und sowieso nicht mehr an bessere Zeiten glauben. „Da herrschte richtig Frust“, sagte der 44-jährige Ostfriese am Donnerstag bei einem Diskussionsabend im Güterschuppen des Theaters Fatale. Und er freute sich riesig, dass bei seinen Genossen in der Wesermarsch ein ganz anderer Wind weht: „Hier werden die Probleme erkannt und angepackt“, sagte der Bundestagsabgeordnete, „mit diesem Optimismus sind wir auf einem guten Weg.“

„Politik ist auch Kultur“

Sein Fraktionskollege Holger Ortel, der aus Nordenham stammt und seit vielen Jahren in Delmenhorst lebt, hatte zu der Veranstaltung eingeladen. Dass er sich dafür ausgerechnet den Güterschuppen aussuchen musste, sorgte für Ungemach im Rathaus. Denn laut Mietvertrag mit der Stadt ist es nicht erwünscht, dass in dem Kulturhaus politische Veranstaltungen über die Bühne gehen. Die Vorsitzende des Vereins Theater Fatale, Dr. Claudia Peplau, bemühte sich um eine Rechtfertigung: „Politik ist auch Kultur“, sagte sie bei der Begrüßung der etwa 50 Gäste. Bleibt abzuwarten, ob sich die Stadt Nordenham ihrer Argumentation anschließen mag.

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Garrelt Duin ist in der Bundestags-SPD der Sprecher für Wirtschaftspolitik. In dieser Funktion zieht er durch das Land, um den Menschen die sozialdemokratischen Ideale für die Wirtschaft von Morgen näher zu bringen. In einem „Zukunftsdialog“ mit seinen Zuhörern wirbt er für das industriepolitische Programm seiner Fraktion.

Die Industrie spielt im Zukunftskonzept der Sozialdemokraten aus gutem Grund eine entscheidende Rolle. Garrelt Duin machte deutlich, dass Deutschland die Krisen der vergangenen Jahre nur deshalb meistern konnte, weil es an der Industrie und dem Mittelstand festgehalten hat. Andere Nationen – vor allem Großbritannien – hätten dagegen viel Lehrgeld zahlen müssen, weil sie die Industrie vernachlässigten und stattdessen auf die mit vielen Risiken behaftete Finanzdienstleistungsbranche setzten.

Bei ihren Überlegungen, wie sich die deutsche Wirtschaft auch in Zukunft behaupten kann, hat sich die SPD-Bundestagsfraktion in 50 Unternehmen umgehört. Anhand der Ergebnisse dieser Befragung ist ein Strategiepapier entstanden, das auf sechs vorrangige Ziele ausgerichtet ist. Diese Schwerpunktthemen stellte Garrelt Duin bei der Veranstaltung im Güterschuppen vor.

Ganz oben auf der Liste stehen Investitionen in die Infrastruktur. Garrelt Duin ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass „vernünftige Verkehrsanbindungen“ für die wirtschaftliche Entwicklung unverzichtbar sind. Um das Problem der Finanzierung in den Griff zu bekommen, fordert er eine ehrliche Bewertung der Vorhaben nach deren nationaler Bedeutung. Zudem sei es wichtig, die Menschen vor Ort früh in die Planung einzubeziehen, um langwierigen Blockaden durch Bürgerinitiativen vorzubeugen. Als Vermittler sollte der Staat den Bürgern einen Ombudsmann zur Seite stellen.

Frauen in den Beruf

Dem Fachkräftemangel will die SPD mit einem Bildungsprogramm entgegentreten. „Jeder braucht einen Schulabschluss und danach eine Perspektive für eine vernünftige Ausbildung“, betonte Garrelt Duin. Dabei müsse der Bund helfen. Aber das „größte Reservoir für Fachkräfte“ sieht er in den Frauen. Um sie für den Arbeitsmarkt zu gewinnen, sei eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unabdingbar. Darüber hinaus sollten die Älteren mit ihren wertvollen Erfahrungen möglichst lange an den Arbeitsprozessen beteiligt werden. Anstelle eines Wechsels in den Ruhestand von einem Tag auf den anderen sieht er in einem „gleitenden Ausscheiden“ den richtigen Weg. Erst wenn diese Möglichkeiten im eigenen Land ausgeschöpft sind, kommt für Garrelt Duin die Anwerbung von Fachkräften aus anderen Staaten in Betracht.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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