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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Warengenossenschaft: Wachstum bei Nässe und Dürre

14.11.2018

Seefeld /Butjadingen Die Raiffeisen-Warengenossenschaft Butjadingen-Seefeld ist gut durch zwei schwierige Jahre gekommen. Nach der Milchpreiskrise 2015/16 mit Minuszahlen haben sich die Geschäfte wieder erholt, obwohl 2017 ein überdurchschnittlich nasses und 2018 ein extrem trockenes Jahr war.

Das sagte Heiko Plump, der Geschäftsführer des Genossenschaft, am Dienstagabend in der Generalversammlung im Seefelder Schaart. Schon vor diesem Termin hatte er zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Hülstede und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Frank Francksen in einem Gespräch mit der NWZ die Zahlen erläutert.

20 Prozent mehr Masse

Im Nässejahr 2017 stieg der Mengen- und Wertumsatz in nahezu allen Geschäftsbereichen, sagte Heiko Plump. Der Mengenumsatz erhöhte sich kräftig um 20 Prozent auf 52 688 Tonnen, während der Wert der gehandelten Waren um 14,1 Prozent auf 17,97 Millionen Euro wuchs.

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Die wichtigsten Kunden der Genossenschaft sind Landwirte, den meisten Umsatz erwirtschaftet sie mit Futter- und Düngemitteln sowie mit Brennstoffen. Bei den Brennstoffen erreichte das Mengenwachstum 20 Prozent – das lag vor allem am Heizöl –, bei den Futtermitteln waren es 8,3 Prozent. Ein Minus gab es beim Saatgut und den Pflanzenschutzmitteln. Der Grund liegt auf der Hand: Wegen der Feuchtigkeit brachten die Bauern weniger Saatgut aus. Allerdings brauchen auch nur die Ackerbaubetriebe Saatgut.

Die Bilanzsumme der Genossenschaft stieg im vergangenen Jahr um knapp 468 000 auf 4,4 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn liegt knapp über 11 000 Euro und fließt je zur Hälfte in die gesetzliche Rücklage und die Betriebsrücklage. Zudem zahlt die Genossenschaft ihren Mitgliedern eine Warenrückvergütung auf ihre Umsatz – eine Art Dividende – aus. Die Quote beträgt 0,75 Prozent, das sind insgesamt 87 258 Euro, die den Mitgliedern je zur Hälfte bar ausgezahlt und auf ihre Geschäftsanteile angerechnet werden. 2017 ist die Zahl der Genossen um 11 auf 276 gestiegen und die Zahl der Geschäftsanteile um 50 auf 572.

Gerade die Solidarität der Mitglieder habe die Genossenschaft durch die schwierigen Jahre getragen, sagte Heiko Plump. Diese Solidarität komme nicht von ungefähr: Die Genossenschaft sei mit 20 Mitarbeitern und drei Auszubildenden an den drei Standorten Seefeld, Burhave und Ruhwarden schlank strukturiert. Zudem habe sie es schon im fünften Jahr in Folge geschafft, die Handelsgüter bei den Warentermingeschäften zum bestmöglichen Zeitpunkt einzukaufen.

10 Prozent Bio

Dabei kauft die Genossenschaft ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel mit Zertifikat, wie Aufsichtsratsvorsitzender Frank Francksen betonte. Das Futter kommt von der Agravis in Oldenburg.

Mittlerweile zehn Prozent der landwirtschaftlichen Kunden der Raiffeisen-Warengenossenschaft haben auf Bio-Landwirtschaft umgestellt. Für sie bezieht das Unternehmen das Kraftfutter von der Firma Gut Rosenkranz aus Bassum. Bio-Kraftfutter ist mehr als doppelt so teuer wie konventionelles.

Auch in den nächsten Jahren will die Genossenschaft moderat wachsen, wie Heiko Plump sagte. Große Sprünge seien auch deshalb nicht drin, weil die Landwirtschaft als Hauptkunde derzeit „von allen Seiten gebeutelt wird“, wie Dieter Hülstede ergänzte. Die neueste Unbill ist die Düngeverordnung, die die Landwirte zu sparsamen Umgang mit Düngern zwingt. Das werde dazu führen, dass die Gülle so ausgebracht werde, dass sie möglichst komplett pflanzenverfügbar ist – mit der Folge, dass die Bauern weniger Mineraldünger bei der Genossenschaft kaufen. Zudem begrenze die Düngeverordnung die Wachstumsmöglichkeiten der Höfe.

Dennoch geht das Unternehmen mit Optimismus in die nächsten Jahre und investiert wieder. Schon begonnen hat die Erweiterung der 2015 errichteten Lagerhalle um 450 auf 1250 Quadratmeter. Die Arbeiten kosten knapp 200 000 Euro und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Bereits auf dem Hof in Seefeld steht der neue Futtermittel-Lastzug, der für 150 000 Euro angeschafft worden ist. Jetzt hat die Genossenschaft zwei Lastzüge und kann im Zwei-Schicht-Betrieb Futtermittel liefern – von nachts bis abends.

Das ist auch durchaus nötig, denn in diesem November übertrifft der Futtermittelverkauf den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2014.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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