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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Bald Boule statt Blechkisten?

14.05.2019

Seefeld Die Seefelder Mühle und ihre Nachbargebäude sind Schmuckstücke, das Grundstück, auf dem sie stehen, nicht unbedingt. Vor allem die Autos, die dort parken, würde der Mühlenverein gerne aus dem direkten Umfeld der Mühle loswerden. Erste Skizzen für eine Umgestaltung des Geländes hat der Verein jetzt dem Infrastrukturausschuss des Rates vorgelegt. Das Gremium lobte das Engagement und die umfangreichen Planungen, will aber kein zusätzliches Geld locker machen.

Neue Parkplätze schaffen

Auf einer Weidefläche gegenüber dem Mühlengelände sollen neue Parkflächen entstehen. Durch diese Idee seien verschiedene Überlegungen entstanden, erläuterte Bärbel Logemann, die Erste Vorsitzende des Mühlenvereins. Der Verein habe Studenten der Universität Osnabrück gebeten, Vorschläge für eine Neugestaltung des Geländes auszuarbeiten. Sechs Varianten seien daraus hervorgegangen. Der Verein pickte sich aus jeder seine Lieblingsideen heraus.

Das größte Problem sei, dass zwar auf dem Gelände seit den 1980er Jahren immer wieder Teile saniert worden seien, aber es nie ein durchgeplantes Gesamtkonzept gegeben habe, sagte Bärbel Logemann. Verbesserungsbedarf sieht der Verein unter anderem bei den Fahrradständern, die derzeit noch mobil sind und schon einige Male von Autos in Mitleidenschaft gezogen wurden. Stattdessen wünscht sich der Verein einen festen Fahrradständer, der stabil genug ist für schwere E-Bikes.

Die aktuelle Einfahrt sei zwar mit Hansegrand gefüllt, die Drainage nehme jedoch nicht genug Wasser auf, berichtete Bärbel Logemann. Sie soll insgesamt eleganter Richtung Mühle gestaltet werden und so schmal wie möglich gehalten sein. Für die jetzige Parkplatzfläche könne sich der Verein eine Nutzung als Bouleplatz vorstellen. Denn der Verein möchte auf dem Mühlengelände komplett auf Parkplätze verzichten, weil die Autos zurzeit oft direkt bis an den Café-Bereich heran gefahren werden. Diesen würde der Verein jedoch gern offener gestalten.

Mühle spielen an Mühle?

Dorn im Auge ist dem Mühlenverein auch die alte Bühne „Marke Eigenbau“ vor dem Café. Sie sei „nicht mehr besonders hübsch“, sagte Bärbel Logemann, vor allem aber nicht mehr allzu stabil. Eine neue Bühne solle weiter vorne auf dem Gelände entstehen. Doch auch die neue Bühne solle keine aufwendige Konstruktion, sondern sehr naturnah mit Holzpfählen und Segeltuch gestaltet werden.

Das alte Pflaster rund um die Mühle findet der Verein „wunderbar“. Doch es gebe einige Stellen, die sich bei Regen mit Wasser füllen. Auch das Gelände hinter der Mühle sei bei Regenwetter oft völlig durchnässt, berichtete Bärbel Logemann. Hier wünscht sich der Verein eine neue Drainage. So könnte hinter der Mühle ein schöner Platz für größere Gruppen entstehen, der bei gutem Wetter auch für Seminare und verschiedene andere Angebote genutzt werden könnte. „Eine Idee ist, dort ein großes Mühle-Spiel anzulegen. Die Holzscheiben für das Spiel könnten die Gäste im Café ausleihen“, berichtete die Vorsitzende.

Unweit der Hauptstraße möchte der Verein gern einen Naschgarten anlegen, aus dem sich Gäste, aber auch die Café-Frauen bedienen können. Die Wiesenfläche solle erhalten bleiben, aber durch Blühpflanzen aus der Region aufgewertet werden. Dies hätte auch den Vorteil, dass die Wiese nicht so häufig gemäht werden muss.

Grundsätzliches Ziel der Planungen sei es, das denkmalgeschützte Ensemble aufzuwerten und die Aufenthaltsqualität und Atmosphäre rund um die Mühle zu verbessern sagte Bärbel Logemann.

Michael Sanders (FDP) lobte die vielen guten Ideen, doch es sei sicherlich auch das eine oder andere dabei, über das sich streiten ließe, sagte der Ratsherr. „Wir investieren viel in die Mühle und wir stellen gerne das Gelände zur Verfügung, aber es dürfen keine Kosten mehr auftreten. Wir sind bereits am Limit“, mahnte er. Michael Sanders wies noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass das Budget – zur Verfügung stehen nach Abzug der Planungskosten noch rund 85 000 Euro – nicht für einen komplett befestigten Parkplatz auf der gegenüberliegenden Weide reiche. Es sei kein öffentlicher Parkplatz, sondern lediglich eine befestigte Fläche geplant.

Ratsmitglied Wolfgang Fritz von der CDU-Fraktion kritisierte, dass es zumindest Behindertenparkplätze auf dem Mühlengelände geben müsse. Dem schloss sich Günter Busch (CDU) an.

Antrag bei Leader

Alle Planungen seien bis jetzt nur eine Projektwerkstatt, stellte Bärbel Logemann klar. Bevor nicht die Mühlenflügel saniert seien, wolle der Verein „nichts machen“, sagte sie. Eine Umsetzung sei frühestens 2020 geplant, betonte sie. Doch vor Beginn seien Planungen und Ausschreibungen nötig, unter anderem, wenn der Verein eine Förderung über das Leader-Projekt erhalten möchte, verdeutlichte die Vorsitzende. Beantragt sind 150 000 Euro, die Entscheidung wird noch in diesem Jahr erwartet. Der Verein bemühe sich auch um andere Fördermittel. Dies sei ein wichtiger erster Schritt, um einen Fuß in die Tür zu bekommen, sagte sie. „Bisher ist aber alles ohne Kosten abgelaufen“, versicherte die Vorsitzende.

Am Ende sprach sich der Ausschuss dafür aus, noch in diesem Jahr die Anbindung zum Parkplatz herzustellen. Die restliche befestigte Fläche solle mit den geplanten Haushaltsmitteln und unter Beteiligung des Vereins und Freiwilliger geschaffen werden.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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