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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Droht dem Strandbad Sehestedt das Aus?

16.03.2019

Sehestedt Au Backe, das Strandbad Sehestedt ist wohl Geschichte. Der einzigartige Naherholungsort mitten im Nationalpark Wattenmeer wird sich mit diesem Namen ab sofort wohl nicht mehr schmücken dürfen.

Was ist geschehen?

Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Jade hatte am 23. Oktober die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen beauftragt, die aktuelle Situation zu prüfen sowie Handlungsempfehlungen zum Strandbad Sehestedt zu geben. Hintergrund der Beauftragung war insbesondere, dass die Wasserrettungssituation in der vergangenen Saison nur aufrecht erhalten werden konnte, weil der Platzwart mit äußerst hohem persönlichen Einsatz die Aufsicht an sieben Tagen in der Woche wahrgenommen hatte, da keine weiteren Rettungsschwimmer zu finden waren. Daher sollte ergebnisoffen untersucht werden, welche Möglichkeiten oder auch Anforderungen insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherungspflichten für die Gemeinde Jade bestehen.

Was ist das Ergebnis?

Die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) kommt zu dem Schluss, dass in Sehestedt wegen des Vorhandenseins der Wasserattraktion, des Erhebens eines Eintrittsgeldes sowie des Bewerbens nach außen als Strandbad ein Naturbad vorliegt. Das bedeute, dass eine permanente Wasseraufsicht und eine Einzäunung erforderlich ist. Ein Betrieb ohne Badeaufsicht sei nicht zulässig. Die Beschilderung müsse verbessert und die Wasseraufsicht ohne Verstoß gegen das Arbeitsschutzgesetz durch-geführt werden. Die Haus- und Badeordnung sei zu aktualisieren. Insgesamt gesehen gebe es im momentanen Betrieb des Strandbades gravierende Mängel, die eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht darstellen und bei einem Weiterbetrieb als Strand- oder Naturbad abzustellen sind, um eine zivil- und strafrechtliche Haftung zu vermeiden.

Wie geht es nun weiter?

Vor dem Hintergrund dieser Aussagen muss die Gemeinde Jade alternative Betriebsformen finden, weil die Anforderungen an ein Bad kaum umsetzbar sind oder enorm hohe Kosten verursachen würden. Deshalb wurde zunächst die Umwandlung des Strandbades geprüft und auch vorgeschlagen.

Kommentar

Keine Panik

Kommentar

Hans-Carl Bokelmann

Die nächste Badesaison steht vor der Tür – und das Strandbad Sehestedt wird dann kein Strandbad mehr sein. Das angeforderte Gutachten macht’s möglich.

Aber keine Panik: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Das Gutachten ist zunächst zwar ein Schlag auf den Kopf, doch im Grunde genommen sorgt es endlich für Klarheit und auch für neue Chancen.

Wenn die Politik jetzt zeitnah die kreativen Köpfe des Strategieforums Tourismus einbindet, dann wird aus dem ehemaligen und leicht verstaubten Strandbad schon bald ein kultiger und einzigartiger Badestrand Sehestedt.

Hans-Carl Bokelmann über die neue Situation

in Sehestedt

Beim Betrieb einer Badestelle ist eine Beaufsichtigung des Badebetriebs (Wasseraufsicht) nicht notwendig. So könnten wesentliche haftungsrechtliche Fragestellungen aus dem Badebetrieb ausgeschlossen werden.

Klar ist allerdings, dass der Name „Strandbad Sehestedt“ nicht mehr verwendet werden darf. Denkbar sind nun Namensgebungen, die nicht den Eindruck erwecken, dass es sich doch um ein beaufsichtigtes Natur- oder Strandbad handele.

Auch der Betrieb der bisherigen Badeinsel ist nicht weiter zulässig. Eine Umwandlung zur „Sonneninsel“ wäre allerdings möglich. Zunächst soll die Badeinsel zum Saisonbeginn 2019 wohl nicht eingesetzt werden.

Da die Zeit bis zum 1. Mai drängt, hat sich der Bauausschuss zu folgenden Empfehlungen durchgerungen:
 dem Strandbad Sehestedt soll zur Saison 2019 ein neuer Name gegeben werden.
 die Umwandlung soll unter anderem mit Öffentlichkeitsarbeit und Beschilderungen begleitet werden.
 es soll keine verpflichtende Wasseraufsicht mehr gestellt werden.
 für die Tagesgäste, Fahrradtouristen und zusätzlichen Saisonkarten der Stellplatzinhaber sollen keine Gebühren mehr zu erhoben werden.
  Parkgebühren und Gebühren für Wohnmobile und Zeltplätze sollen weiterhin erhoben werden.
  die Wohnwagenflächen sollen von der Liegewiese für Tagesgäste räumlich abgegrenzt werden.
Die Haus- und Platzordnung soll überarbeitet werden.
 Ab der Saison 2019 soll auf eine Kasse verzichtet werden.
Die Stelle eines 2. Platzwartes soll umgehend ausgeschrieben werden.

Das letze Wort in dieser Angelegenheit hat jetzt der Gemeinderat, der am 28. März tagt.

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Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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