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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Seit 25 Jahren auf der Weser unterwegs

07.10.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-10-07T09:05:56Z 280 158

Jubiläum:
Seit 25 Jahren auf der Weser unterwegs

Berne Als Berufspendler nutzte René Blumentritt die Fährverbindung Berne-Farge früher täglich. Irgendwann kam dem gelernten Möbeltischler die Idee, sich einfach mal um einen Job als Decksmann bei der Fährgesellschaft Bremen-Stedingen (FBS) zu bewerben – und wurde prompt eingestellt, denn Möbeltischler seien aufgrund ihrer Liebe zur Präzision in vielen Berufen gern gesehene Leute, so der 51-Jährige. Das war am 7. Oktober 1991.

Heute feiert René Blumentritt sein 25-jähriges Jubiläum. Viel hat er in all den Jahren bei seinen „Kreuzfahrten“ erlebt. Viel Spaß machte ihm die Arbeit als Kassierer und Decksmann, bis er 1997 Knieprobleme bekam. „Ich machte mir damals Gedanken über meine berufliche Zukunft“, erinnert er sich, was ihn zu einer Ausbildung zum Schiffsführer motivierte. 1997 legte er das für angehende Schiffsführer erforderliche Sprechfunkzeugnis ab, im Jahr darauf das Schifferpatent und wiederum ein Jahr später bestand Blumentritt den Radarschein – neben der regulären Arbeit.

In der Freizeit ging es mit einem Binnenschiff auf Tour, um die Weser zwischen Bremerhaven und Bremen besser kennenzulernen und die erforderlichen Fahrten im Schifferdienstbuch nachzuweisen.

Ganz oben in einem der Fährschiffe sitzt der Familienvater nun schon seit Langem und bringt Passagiere und Fahrzeuge sicher ans andere Weserufer. Die Arbeit als Schiffsführer erfordere stets absolute Konzentration. Im Nebel sei es anstrengend zu fahren. Aber auch wenn viele Sportboote unterwegs sind, werde die Situation schnell unübersichtlich. Anders als die Binnenschiffe seien deren Reaktionen und Geschwindigkeiten oft schwer vorhersehbar, erklärt der Jubilar, der besonders gerne Hochzeitsgesellschaften als Passagiere hat. In guter Erinnerung geblieben ist Blumentritt dabei eine türkische Hochzeit, bei der alle während der Überfahrt ausstiegen und an Deck tanzten.

Aber natürlich gebe es auch Erlebnisse, auf die man gut verzichten könne, verrät der 51-Jährige. Dazu gehört, als bei der ehemaligen Hegemann-Werft vier Arbeiter in die Weser stürzten und sich alle Fährschiffe an der Suche nach den Verunglückten beteiligten. Auch Morddrohungen habe er von unzufriedenen Passagieren erhalten, berichtet er. Der überwiegende Teil der Fahrgäste sei mit dem Service aber durchaus zufrieden, für den er und seine Kollegen an jedem Tag im Jahr rund um die Uhr sorgen.

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