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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Windpark Hobendiek: Selbst zwei Rotoren sind einigen zu viel

18.01.2013

Seefeld Der Windpark Hobendiek soll so verträglich wie möglich erneuert werden. Dennoch sind einige Nachbarn auch mit den neuen Plänen überhaupt nicht einverstanden. Das zeigte am Mittwochabend eine Informationsveranstaltung im Gasthaus Seefelder Schaart, zu der etwa 50 Interessierte kamen.

Nicht gegen Anwohner

Veranstalter war die Bremer Tandem GmbH, die die Geschäfte dieses Windparks führt. Sie hatte, wie berichtet, Anfang November die Anteilseigner für einen zurückhaltenden Umbau gewonnen. Jetzt wirbt Tandem auch um die Zustimmung des Rates, doch der gibt nur grünes Licht, wenn auch die Anwohner diese Pläne unterstützen.

In der Versammlung machten mehrere Anwohner unmissverständlich klar, dass sie lieber auf einen Windpark in ihrer Nachbarschaft verzichten möchten. Sie stellten Tandem-Geschäftsführer Dietrich Heck so kritische Fragen, dass schließlich eine Zuhörerin zur Mäßigung aufrief. CDU-Fraktionschef Günter Busch bestätigte, dass der Rat am liebsten einen einzigen Windpark in Rodenkircherwurp hätte.

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Dietrich Heck betonte, dass seine Gesellschaft den Windpark im Einvernehmen mit den Anwohnern umbauen wolle: „Wir müssen nicht alle Möglichkeiten ausreizen.“ Ausdrücklich distanzierte er sich von der Informationsveranstaltung im September am gleichen Ort, wo die Oldenburger Gesellschaft iBE den Ausbau mit drei Anlagen zu einer Gesamthöhe von je 200 Metern vorgeschlagen hatte.

Stattdessen will Tandem nur noch zwei halb so hohe Windräder vom Typ Enercon E 70 bauen. Sie sollen bis zur Flügelspitze 100 Meter hoch sein, womit sie die Vorgaben des Flächennutzungsplans einhalten, wie Heck sagte. Zudem habe diese Höhe den Vorteil, dass keine Nachtbefeuerung erforderlich sei; den Nachbarn blieben rote Blinklichter erspart. Außerdem seien die Anlagen leise, weil sie kein Getriebe haben. Bei den Wohnhäusern sei es nur so laut in einem Wohngebiet.

Die Rotoren seien mit einem Durchmesser von 70 Metern so gewählt, dass die Hausbewohner nicht oder kaum durch Schattenwurf gestört würden. Und in den Anlagen würden deshalb keine Schattenwurf-Detektoren gebraucht, was für die Betreiber den Vorteil habe, dass die Windräder zumindest aus diesem Grund nicht abgeschaltet werden.

Dennoch sind die neuen Anlagen wirtschaftlicher als die alten. Die seit 1994 betriebenen acht Rotoren sind auf je 450 Kilowatt ausgelegt, die zwei neuen Anlagen auf je 2,3 Megawatt. Tandem will 5 Millionen Euro investieren.

Zunächst ohne Gewinn

In den ersten drei oder vier Jahren nach dem Umbau wird der Windpark keinen Gewinn abwerfen – und damit auch keine Gewerbesteuer für die Gemeinde, sagte Heck. 2011 hat der Windpark gut 42 500 Euro Gewerbesteuer überwiesen. Eine Beteiligung von Bürgern sei zunächst nicht geplant, einige Zuschauer zeigten sich aber interessiert.

Auf eine Frage von Anwohnern sagte Dietrich Heck, es sei nicht möglich, dass die neuen Anlagen mit 62 Metern so hoch sind wie die jetzigen, weil solche Windräder nicht mehr gebaut würden. Sollte der Gemeinderat der Planung nicht zustimmen, könnten die jetzigen Anlagen noch fünf bis sieben Jahre laufen.


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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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