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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Selbstständigkeit und Standort erhalten

04.03.2017

Brake Der 1. Oktober 2016 war für das St.-Bernhard-Hospital eine Zäsur. Seit dem Ausstieg aus der Hospitalgesellschaft Jade-Weser im Verbund mit dem St.- Johannes-Hospital in Varel steht das Braker Krankenhaus nämlich auf eigenen Füßen. Und schreibt nach den Worten des Geschäftsführers Ingo Penner schwarze Zahlen. „Von der Liquidität her sind wir gut aufgestellt“, sagt Ingo Penner gegenüber der NWZ.

Und das ist auch gut so. Denn im St.-Bernhard-Hospital soll in den nächsten Jahren tüchtig ungebaut werden. Fünf bis sechs Millionen Euro werden laut Ingo Penner dafür ausgegeben. Alle Patientenzimmer müssen und sollen nach seinen Worten im laufenden Betrieb und so schnell wie möglich modernisiert werden. Es gibt neue Fußböden, jedes Dreibettzimmer wird mit Dusche und WC ausgestattet, neues Mobiliar inklusive Betten wird angeschafft und die Wände werden neu gestaltet. Der Anteil an Ein- und Zweibettzimmern soll erhöht werden. „In der Grundstruktur sind wir auf dem Stand von 1991“, so Ingo Penner. Vor 25 Jahren sei eine Kernsanierung des Hauses abgeschlossen worden.

Während im Bereich der Zimmer Nachholbedarf besteht, ist der medizinische Bereich auf dem Laufenden. Zehn Millionen Euro wurden in den zurückliegenden Jahren investiert. „Wir sind auf dem modernsten Stand“, sagt Ingo Penner und nennt weitere Pläne: „Wir wollen einen dritten Operationssaal bauen und die Endoskopie erweitern.“

Das aber ist noch Zukunftsmusik. Dazu werden Fördermittel benötigt, die bislang noch nicht nach Brake fließen. Doch Ingo Penner ist zuversichtlich, dass die Gelder irgendwann aus Hannover kommen werden. „Wir haben rechtlichen Anspruch darauf“, sagt der 51-Jährige, der seit elf Jahren mit die Geschicke des Hospitals lenkt, zunächst als Kaufmännischer Direktor, seit Oktober 2016 als Geschäftsführer.

Also sind die geplanten Umbaumaßnahmen aus eigenen Mitteln zu stemmen. In den kommenden Monaten soll die Palliativstation eingerichtet werden, die Pläne dazu wurden bereits vorgestellt. „Im Erdgeschoss wird eine zentrale Aufnahmestation entstehen“, beschreibt der Geschäftsführer die weiteren konkreten Pläne fürs Haus.

Und dann gibt es immer noch das Ansinnen, das Ärztehaus zu erweitern. Das bebaute Grundstück an der Claußenstraße gegenüber dem OOWV-Verwaltungsgebäude ist schon vor einiger Zeit erworben worden. „Es gibt Interessenten, die sich am Standort ansiedeln wollen“, erzählt Ingo Penner, der pro Quartal mit zusätzlich 3000 bis 4000 Patienten rechnet. Weil es aber bislang keine ausreichenden Parkmöglichkeiten gibt – es mangelt schon jetzt an Parkraum –, müssen die Pläne immer wieder verschoben werden. „Wenn es Erweiterungsflächen gibt, wollen wir zeitnah das Ärztezentrum am Haus erweitern.“

Zurzeit sind am St.-Bernhard-Hospital 300 Mitarbeiter beschäftigt, davon 60 Ärzte. Das Haus verfügt über 103 Planbetten. Und es besteht ein Kooperationsvertrag mit den Friesland-Kliniken. Die Krankenpflegeschule in Varel wird gemeinsam betrieben, der Einkauf, die gesamte EDV und auch die Fortbildung sind unter einem Dach. „Das hat sich bewährt, das kann man nur in großen Verbünden“, ist Ingo Penner überzeugt.

Der Kostendruck auf die Kliniken wird zwar immer größer. „Wir sind aber nicht unter Zeitdruck, dass wir uns einem Verbund anschließen müssen“, so der Geschäftsführer. Das sei vielleicht ein Thema in den kommenden drei bis fünf Jahren. Dabei seien auch die Oldenburger Häuser, neben den 15 katholischen Krankenhäusern im Offizialatsbezirk, interessant.

Ziel ist es laut Ingo Penner für das St.-Bernhard-Hospital, rechtlich selbstständig zu bleiben und den Standort zu erhalten. „Wir glauben an den Standort Brake.“

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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