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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Seltenes Moos im Stadtwald erhalten

04.03.2017

Elsfleth Ein mögliches Nutzungskonzept für den Elsflether Stadtwald stellte Jutta Krämer von der Flächenagentur des Landkreises Wesermarsch im Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Landschaftsschutz sowie Bau und Straßen vor.

Im Elsflether Stadtwald seien 43 Vogelarten gefunden worden. Als Beispiele nannte Krämer den Eisvogel, für den das von Gewässern wie dem Lienekanal und einem Nebenarm des Moorriemer Kanals umgebene Gehölz optimale Bedingungen biete. Auch Grünspecht, Kleinspecht, Trauerschnäpper, Grauschnäpper und Baumpieper bietet der Stadtwald ein Zuhause. Das Totholz wird von Fledermäusen genutzt. Es biete auch einen Lebensraum für rund 600 Großpilzarten und verschiedene Käfer.

Sträucher anpflanzen

Auf eine Besonderheit habe ein Bürger aufmerksam gemacht: Im Stadtwald wächst an einigen Pappeln das Eichhörnchenschwanz-Weißzahnmoos, das stark gefährdet ist. „Diese Bäume müssen natürlich stehenbleiben“, sagte Krämer.

Geplant sei zu jeder Seite einen Waldrand anzulegen, in dem zwölf-, neun- oder vierreihig Sträucher angepflanzt werden sollen. Zur Auswahl für diese Bepflanzung stehen verschiedene Straucharten. Innerhalb des Waldes soll eine Wölbackerstruktur mit höheren und niedrigeren Bereichen entstehen, so dass Eichen (höhere, trockenere Bereiche), Erlen und zum Beispiel Winterlinde gepflanzt werden könnten.

Ein Weg ist entlang des Gewässers im westlichen Bereich geplant, ein weiterer, der vormals nach Neuenfelde führte, solle ebenfalls erhalten bleiben. Eine Idee war, das Wohngebiet südlich des Waldes durch eine Brücke anzuschließen. Es müsse jedoch geklärt werden, wie dies finanziert und welche Fördergelder abgerufen werden können.

Auf Aufrufe, sich einzubringen, hätte sich ein Künstler gemeldet, der Werke aus Schrott herstellt. Ein weiterer Bürger bot an, Führungen durch den Stadtwald zu leiten. Auch Informationstafeln und Bänke könnten aufgestellt werden, sagte Krämer. Durch die geplanten Maßnahmen könne eine Aufwertung des Waldes um ein bis zwei Wertstufen erreicht werden.

Rodung war notwendig

Die Fällung der Bäume im nördlichen Zipfel sei notwendig gewesen, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, sagte Krämer. Aufgrund der Enge der dort stehenden Bäume habe man nicht anders arbeiten können. Eine ähnliche Maßnahme sei jedoch nur an einer weiteren Stelle geplant. „Ansonsten wird sehr viel filigraner vorgegangen“, sagte Krämer. Ein Bürger hatte bemängelt, dass der Wald für eine Siedlung östlich des Waldes als Windschutz gedient hätte. Die Rodung mache sich dort schon jetzt bemerkbar.

Für die gesamte Maßnahme gehe man von einem Zeitraum von fünf Jahren aus. Die Grundfläche des Waldes solle erhalten bleiben, die den Wald umgebenden Grünflächen könnten nicht einbezogen werden. Ein weiterer Bürger wollte wissen, inwieweit die Flächenagentur mit der Moorriem-Ohmsteder Sielacht zusammenarbeite.

Laut des Einwohners habe die Sielacht bei den Reinigungsarbeiten am Kanal mehrere große Bäume gefällt. Zu den Arbeiten der Sielacht konnte Krämer keine Angaben machen. Ratsherr Edgar di Benedetto (UWE) regte an, dass sich die Flächenagentur mit der Sielacht in Verbindung setzen sollte.

Ratsherr Daniel Röhrl (SPD) wollte wissen, ob auf der noch zu rodenden Fläche im südlichen Bereich, die laut Flächenagentur als Lager genutzt werden solle, auch Parkplätze angedacht seien. Dies verneinte Krämer jedoch: „Es wird kein Parkplatz mit Zuwegung zur Bundesstraße genehmigt werden.“

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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