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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Sicherheitspaket für den Wesertunnel

20.06.2015

Nordenham Sie berührt zwar nicht die Stadtgrenzen, aber auch in Nordenham ist die geplante Küstenautobahn A20 ein großes Thema. Denn die neue Transitstrecke wird sich erheblich auf die Wirtschaft und die Infrastruktur in der gesamten Region auswirken. Vor diesem Hintergrund hat jetzt Sebastian Mannl, der bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg als Projektkoordinator für die A20 zuständig ist, den Wirtschaftsausschuss des Nordenhamer Stadtrates über den aktuellen Planungsstand informiert.

Sebastian Mannl rückte vor allem den dritten der insgesamt sieben Bauabschnitte in den Fokus, weil der Nordenham am nächsten ist. Dabei handelt es sich um die Strecke zwischen Schwei und der Landesstraße 121 auf der östlichen Weserseite. Sie hat eine Länge von 10,4 Kilometern. Dazu gehören auch die 1,6 Kilometer, die durch den Wesertunnel verlaufen.

29 000 Fahrzeuge

Sebastian Mannl geht davon aus, dass auf diesem Autobahnabschnitt etwa 29 000 Kraftfahrzeuge am Tag unterwegs sein werden. Auffällig ist dabei der hohe Anteil an Lastwagen, die mit rund 10 000 fast ein Drittel des erwarteten Verkehrsaufkommens stellen. Die Fahrzeiten in der A-20-Region werden sich nach seinen Angaben deutlich verringern. Zum Beispiel auf der Strecke zwischen Bremerhaven und Hamburg sei mit einer Zeitersparnis von 38 Prozent zu rechnen.

Ein wichtiger Knotenpunkt, der auch aus baulicher Sicht von besonderer Bedeutung ist, entsteht bei Havendorf. Dort treffen die Bundesstraße 212 und die künftige Autobahn aufeinander. Genauer gesagt: Die B 212 wird so umgebaut, dass sie über die Autobahn führt.

Um den Wesertunnel für die Anforderungen an eine Autobahn zu ertüchtigen, ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket erforderlich. Der Projektleiter berichtete, dass die fehlenden Standstreifen in den Tunnelröhren es notwendig machen, mit technischen Vorkehrungen den Sicherheitsstand zu erhöhen. Dazu gehören unter anderem eine Nachrüstung der Beleuchtung, der Einbau zusätzlicher Belüftungsanlagen, eine Erweiterung der Löschwasserbehälter und die Installation weiterer Überwachungskameras, die an ein vollautomatisches Verkehrsleitsystem angeschlossen sind. Die Tunneleinfahrten werden ebenfalls umgestaltet und an die Maße der Autobahn angepasst.

Die Arbeiten im und am Wesertunnel sind auf einen Zeitraum von etwa 17 Monaten veranschlagt und erfordern je Röhre eine Vollsperrung von etwa zwölf Wochen.

Von Schwei bis zum Knotenpunkt A 20/B 212 bei Havendorf sind es etwa fünf Kilometer. Dort verläuft die Trasse der neuen Autobahn auf freier Strecke. Vor dem eigentlichen Straßenbau wird Sand aufgeschüttet, damit sich der Untergrund über einen längeren Zeitraum durch die Belastung verdichtet.

Schon Land erworben

Der Ankauf von Land hat laut Sebastian Mannl bereits begonnen. Er geht davon aus, dass bis 2016 etwa 50 Prozent der benötigten Flächen gesichert sind.

Für den dritten Bauabschnitt soll das Planfeststellungsverfahren im nächsten Jahr anlaufen. Der früheste Baubeginn auf dieser Wesermarsch-Trasse ist laut Sebastian Mannl fünf bis sechs Jahre nach dem für 2018 anvisierten Auftakt der Arbeiten am ersten Abschnitt möglich.

Rasthöfe sind in der Wesermarsch nicht vorgesehen.

Die Gesamtlänge der geplanten Küstenautobahn, die von Westerstede bis zur künftigen Elbquerung bei Drochtersen führt, beträgt 121 Kilometer. Die Bauzeit an dem neuen Elbtunnel schätzt Sebastian Mannl auf sechs bis sieben Jahre. Die Kosten für das Projekt A 20 beziffert er mit 3 Milliarden Euro.


     www.strassenbau.niedersachsen.de 
Norbert Hartfil
Redaktionsleitung Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2201

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