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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Arbeitsmarkt: Sie machen Mut für schwierigen Spagat

05.09.2015

Nordenham „Es ist nicht leicht, den Anfang zu finden, aber man bekommt Unterstützung vom Jobcenter. Es lässt sich alles regeln“, sagt Nina Schimke aus Burhave. Die 29 Jahre alte alleinerziehende Mutter eines sieben Jahre alten Sohnes hat es geschafft, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Sie absolviert in Teilzeit eine Umschulung zur Restaurantfachfrau. Sie sagt: „Das war für mich die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.“

Arbeit zur Probe

Den Spagat zwischen Familie und Beruf meistert auch Ute Meyer aus Kleinensiel. Die 26 Jahre alte alleinerziehende Mutter einer drei Jahre alten Tochter ist als Bürokauffrau in Vollzeit tätig. „Auch wenn es bei Bewerbungen Absagen hagelt, sollte man nicht aufgeben. Es lohnt sich, Bewerbungen persönlich abzugeben und Arbeit zunächst zur Probe anzubieten“, so einige ihrer Erfahrungen.

Die beiden Frauen stellen sich Freitagvormittag vor mehr als 30 Müttern und Vätern den Fragen von Silke Keller. Sie ist Beauftragte des Jobcenters Wesermarsch für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt.

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Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Einstellungssache! Jobs für Eltern“, hat das Jobcenter Wesermarsch Eltern und ihre Kinder in das Nordenhamer Mehrgenerationenhaus zu einem Erfahrungs- und Informationsaustausch eingeladen.

„Wir wollen zeigen, wie Familie und Beruf, Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen sind“, erläutert Bereichsleiter Eike Bohlmann der NWZ . „Es gibt keine Garantien, aber vielfältige Chancen. Wir wollen Mut machen durch die positiven Beispiele der beiden interviewten Frauen“, fügt er hinzu. Zum Beispiel wüssten viele Arbeitssuchende nicht, dass es die Möglichkeit von Teilzeit-Berufsausbildungen gibt.

Die konkreten Möglichkeiten müssten im Einzelfall geklärt werden, sagt Silke Keller. Auch Umschulungen für Frauen in klassischen Männerberufen sollten in Erwägung gezogen werden. In der Wesermarsch gebe es vielfältige, aber nicht ausreichende Arbeitsplatzangebote für Mütter und Väter, die nach intensiver Erziehungszeit wieder im Job durchstarten möchten. „Wir wünschen uns mehr familienfreundliche Arbeitszeitmodelle.“

Im Handel, in der Lagerwirtschaft, aber auch bei Industriebetrieben sei ein Umdenken feststellbar, hat Eike Bohlmann erfahren. Angesichts des Fachkräftemangels infolge der demografischen Entwicklung werde auch im Handwerk der Druck größer.

Gutes Organisieren gehöre dazu, wenn man als Alleinerziehende Beruf und Kinderbetreuung in Einklang bringen will, sagt Ute Meyer. Von Vorteil sei, dass sie ihre Tochter schon ab 7 Uhr morgens in eine Kindertagesstätte bringen könne. Einkäufe erledige sie vor allem sonnabends.

Zunächst bekam sie einen Minijob für einen Vormittag pro Woche. „Das hat mir nicht gereicht. Ich wollte auch mir selbst gegenüber beweisen, dass ich mehr kann.“ Ute Meyers Bewerbung für den Vollzeitjob als Bürokauffrau hatte sich unter 35 Bewerbungen durchgesetzt.

Viel ausgeglichener

„Ich habe festgestellt, dass ich durch meine Berufstätigkeit auch gegenüber meinem Kind viel ausgeglichener bin“, sagt Ute Meyer. Das unterstreicht Jobcenter-Mitarbeiterin Silke Keller: „Wenn die Mutter zufrieden ist, ist auch das Kind zufrieden.“

Nina Schimkes Sohn schläft bei der Oma, wenn die Mutter um 7 Uhr los muss zur Berufsschule in Oldenburg. Eine Tagesmutter steht ebenfalls zur Verfügung.

Für Nina Schimke besteht ebenso wie für Ute Meyer kein Zweifel mehr: „Ich kann eine gute Mutter sein, auch wenn ich arbeite.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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