• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Sieben Todsünden bedrohen auch die Natur

11.03.2015

Seefeld /Wesermarsch Kritik am neuen Landschaftsrahmenplan des Landkreises Wesermarsch hat jetzt der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Dr. Wolfgang Meiners geübt. Freiflächen mitten in Butjadingen würden dabei als „naturräumlich wenig wertvoll“ definiert, im Hintergrund laufe jedoch bereits eine Windparkplanung.

Solche Vorgänge seien „leider nicht neu“ und könnten manchmal von der Kreisgruppe aufgedeckt werden. Meiners bedauerte, dass es den Bürgern egal sei, wie die Natur aussehe und welche Landschaftsveränderungen eine Bebauung mit sich bringe. Dabei sei der Bestand an Brutvögeln in den vergangen 20 Jahren drastisch zurückgegangen. Wiesenvögel seien ein Indikator für ein intaktes Ökosystem, zu dem auch der Mensch zähle.

Naturgesetze missachtet

In einem Vortrag während der Jahreshauptversammlung im Seefelder Mühlencafé ging der Vorsitzende auch der Frage nach, warum Naturschutz betrieben wird. Natur habe ihre Spielregeln. Die Ökologie mit ihren Teilbereichen wie Biologie, Vogelkunde und Gewässerkunde untersucht den komplizierten Naturhaushalt. Der Mensch fühlte sich lange Zeit als Krone der Natur und wollte Naturgesetze missachten. Heute sehen wir den Homo sapiens als Teil der Natur, der eingebettet ist in vertraute regelmäßige Abläufe wie Tag und Nacht oder die Jahreszeiten. Nach Ansicht von Wolfgang Meiners brauchen Menschen diese verlässlichen Naturvorgänge, um sich wohlzufühlen. Abweichungen von einer gewohnten Natur können Angst machen und Panik verursachen. In der Alltagspraxis leben Menschen mit einer Balance zwischen Gewohntem und Neuem.

Soziales stärker gefragt

In der Diskussion um den Naturschutz hat sich neben den alten Themenfeldern Ökologie – also Natur – und Ökonomie – also Mensch – ein drittes Thema durchgesetzt: Soziales, also das gesellschaftliche Zusammenleben der Menschen. Hier wird menschliches Fehlverhalten zum Beispiel mit der Darstellung der „sieben Todsünden“ beschrieben. Meiners zeigte, wie sich diese sieben Grundsatzfehler des Menschen auch auf den Umgang mit Natur beziehen können.

Konsequenterweise haben sich die Menschen viele Gesetze und Verordnungen gegeben, um die Probleme mit Maßlosigkeit, Raffgier, Leichtsinn, Genusssucht, Raserei, Missgunst und Missachtung der Natur zu regulieren. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) nimmt einige dieser Aufgaben wahr: Informationen, Beratungen und Hilfestellungen beim Leben mit der Natur. Naturschutz ist ein Eigenschutz des Menschen, sagte Meiners.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.