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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Seenotrettung: Sieh an: Das wird ein schnittiges Boot

07.07.2017

Berne /Wangerooge Für die Werftarbeiter ist es ein überdimensioniertes Puzzlespiel: Aus Hunderten von Einzelteilen setzen sie das neue Seenotrettungsboot für die Freiwilligen-Station Wangerooge zusammen.

Im März war die Kiellegung des „SRB 68“ auf der Fassmer-Werft in Motzen gefeiert worden. Mittlerweile ist die Silhouette des neuen Seenotrettungsboots gut zu erkennen. Das Boot glänzt zurzeit silbrig – das Bootsskelett ist komplett aus Aluminium. Sobald die Schweißarbeiten abgeschlossen sind, folgt die Lackierung – dann erhält das Boot seine Farbe.

Das neue Boot:

Länge über alles: 10,1 Meter

Breite über alles: 3,61

Meter

Tiefgang: 0,96 Meter

Verdrängung: 8 Tonnen 

Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)

Besatzung: Freiwillige Seenotretter

Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Das neue Seenotrettungsboot „SRB 68“ ist eines von derzeit insgesamt zehn beauftragten Neubauten des gleichen Typs, die bis 2020 ihren Dienst aufnehmen werden. Sie entstehen auf den Werften Fassmer in Berne und Tamsen Maritim in Rostock. Im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte werden sie ältere Einheiten ersetzen. Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

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Der Name für das neue Seenotrettungsboot wird traditionell erst bei der Taufe bekannt gegeben. Sicher ist allerdings bereits, wer auf die Namensgebung Einfluss genommen hat: Fritz Thieme.

Der in Sachsen geborene Professor für physikalische Chemie lehrte und forschte an der Uni Hamburg. Als Ausgleich zu seiner wissenschaftlichen Arbeit tankte er regelmäßig auf der Insel Helgoland auf. Hier kam er mit den Seenotrettern an Bord der dort stationierten Schiffe – aktuell der zurzeit größte und leistungsfähigste DGzRS-Kreuzer „Hermann Marwede“ – ins Gespräch. Im Laufe der Zeit sind Freundschaften entstanden.

2013 ist Fritz Thieme im Alter von 87 Jahren in Hamburg verstorben. Da er keine Kinder hatte, setzte er „seine“ Seenotretter als Erben ein.

Der Neubau kostet rund eine Million Euro. Im Herbst soll dann das Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ durch den Neubau ersetzt werden.

Die Fassmer-Werft hat bereits mehrere Schiffe für die DGzRS gebaut und zuletzt den Auftrag für insgesamt drei Neubauten der bewährten 10-Meter-Klasse bekommen. Diese Klasse umfasst bereits 20 Einheiten, insgesamt zehn sind beauftragt, das letzte nimmt 2020 den Dienst auf.

Der Neubau der dritte und letzte dieser bei Fassmer beauftragten Serie. Der erste ist bereits ausgeliefert, der zweite („SRB 67“, finanziert durch die Bremer Eiswette) wird zurzeit ausgerüstet – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Neubau. Übrigens: auch die neue Helgolandfähre, seit Dezember 2015 in Dienst, wurde bei Fassmer gebaut.

Dagmar Irmler, langjährige Lebensgefährtin von Fritz Thieme, hatte bei der Kiellegung die traditionelle Münze in eine Sektion des Neubaus eingelegt. Diese Münze verspricht nach einer alten Seefahrertradition Sicherheit, Glück und Gesundheit. Diesmal war es eine Gedenkmedaille der deutschen Bundesländer mit einem Motiv des Hamburger Hafens und den Wappen der 16 Bundesländer.

Die DGzRS mit Sitz in Bremen hat 60 Einheiten auf Nord- und Ostsee im Einsatz. Rund 30 Jahre ist eine solche „Einheit“ im Einsatz; im Schnitt wird also alle zwei Jahre ein neues Schiff für die DGzRS auf verschiedenen Werften gebaut – finanziert ausschließlich durch private Zuwendungen wie beispielsweise durch den Nachlass von Fritz Thieme.

Die Wangerooger „Wilma Sikorski“ ist seit 18 Jahren im Dienst – und damit noch vergleichsweise jung, um in Rente zu gehen. An fehlender Funktionstüchtigkeit liegt der Austausch übrigens nicht: Die „Wilma Sikorski“ läuft immer noch einwandfrei. Ihr Vorgänger war von 1977 bis 1999 die „Wilhelm Hübotter“. Der Neubau wird im Herbst ausgeliefert.

Die DGzRS führt ein Bautagebuch zur „SRB 68“:


Bautagebuch unter   www.seenotretter.de/aktuelles/werft-tagebuch/wtb-srb68/ 
Melanie Hanz Agentur Hanz / Redaktion Jever
Rufen Sie mich an:
04461 965311
Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2322
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