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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Spannende Geschichte bewahrt

20.05.2014

Ovelgönne Sonderausstellung im Jubiläumsjahr: Zum 500. Geburtstag von Ovelgönne gibt es spannende Werke aus der lebendigen Geschichte des Ortes zu sehen. „Wer schreibt, der bleibt! Vom Handwerk der Chronisten. Motive-Werke-Handwerk – Ovelgönner Geschichtsschreiber in verschiedenen Zeiten“, ist der Titel der Ausstellung, die jetzt eröffnet wurde.

Die Arbeit der Ovelgönner Chronisten ist für Museumsleiterin Susanne Schlechter besonders bemerkenswert, da keiner von ihnen ein Fachmann ist. Sie arbeiteten als Tischler, Bauleiter oder Mechaniker. Schlechter wies auf die Bedeutung der Chroniken hin, da ansonsten die Geschichte und historische Bedeutung von Ovelgönne irgendwann in Vergessenheit geraten würde.

Für die Ausstellung hat die Museumsleiterin zahlreiche Erinnerungsstücke zusammengetragen, die die jeweiligen Chronisten für ihre Arbeit gebraucht haben. In den Vitrinen sind Schreibmaschinen und andere Arbeitsgeräte zu sehen, wie sie beispielsweise die Chronisten Walter Folter und Berend Edelwald benutzt haben. Unfertige Skripte geben einen Einblick in die Gedankenwelt der Schreiber. Während ihrer Arbeit wurden sie oft von Fundstücken wie zum Beispiel einem alten Säbel oder historischen Postkarten inspiriert. Auch diese Funde werden ausgestellt.

Historische Postkarten

Schlechter hat sich darüber hinaus mit vielen Chronisten und deren Hinterbliebenen unterhalten, um mehr über die vielfältigen Beweggründe der Verfasser zu erfahren, eine Chronik anzulegen.

Die Ausstellungseröffnung fand passend am Internationalen Museumstages statt, an dem sich in diesem Jahr so viele deutsche Museen wie noch nie beteiligt haben. Der Tag stand unter dem Motto: „Sammeln verbindet – Museum collections make connections”. Und dafür hatte auch das Handwerksmuseum ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Auf den Spuren der Ovelgönner Ortsgeschichte wandelten die Teilnehmer der Führung von Dörte Spiekermann, die unter dem Titel stand: „Wo die Grafen Hof hielten“. Im Handwerksmuseum zeigte Webemeisterin Martina Ressel aus Jade den Besuchern das fast vergessene Handwerk des Webens. In der Museumsschmiede wurden alte Handwerksfilme aus dem Museumsarchiv gezeigt, die in den 1930er-Jahren entstanden sind.

Einblicke in Arbeitsalltag

Professor em. Gotthold Richter aus Elsfleth zeigte im Sängerzimmer eine Spezialvorführung „Das filigrane Handwerk des Uhrmachers. Funktion und Bauweise alter Uhrmacherwerkzeuge“. In der Vorführung erläuterte der 88-Jährige die komplexen Werkzeuge, mit denen die sehr kleinen Bestandteile der Uhren gefertigt wurden. Er gab außerdem einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Uhrmachers und wie sich das Berufsbild bis heute gewandelt hat.

Die Teile mussten sehr präzise gefertigt werden, oft ging es um hundertstel Millimeter. So benötigten Uhrmacher eine ruhige Hand, ein gutes Auge und vor allem Geduld. Mit Werkzeugen, wie Richter sie benutzt, werden heute nur noch sehr teure Uhren hergestellt, die laut dem ehemaligen Lehrer für nautische Astronomie und Schiffsstatik fast nur noch in der Schweiz gefertigt werden.

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