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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Im Rekordtempo gestartet

05.10.2019

Stadland Es ist Freitagmorgen, Punkt 7.52 Uhr. Paul-Eugen Schumann gibt Gas, der neue Stadlander Bürgerbus fährt an der Helios-Klinik in Esenshamm zu seiner ersten Tour ab.

Geschenk der Gemeinde

Drinnen sitzen die ersten drei Passagiere: Bürgermeister Klaus Rübesamen und Ute Nordhausen von der Bürger- und Touristikinformation, die den Bürgerbus im Rathaus betreut. Beide haben Paul-Eugen Schumann zum Start ein Geschenkpaket überreicht und „Gute Fahrt“ gewünscht. Dritter Fahrgast ist der Rodenkircher Josef Sturm, der auch Peppino genannt wird. Als Mitglied des Bürgerbus-Vereins will er sich die erste Fahrt nicht entgehen lassen.

„Mit zwei Passagieren fahren wir kostendeckend“, sagt Schumann, der auch Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins ist. An Bord ist zudem Erhard Beeken, Fahrdienstleiter des Bürgerbus-Vereins Butjadingen, der die Stadlander Kollegen unterstützt.

„Anderthalb Jahre von der Idee bis zum Start – das ist schnell“, freut sich Paul-Eugen Schumann. „In Bremervörde hat es drei Jahre gedauert.“ Klaus Rübesamen ergänzt: „Das ist die normale Zeit.“

Paul-Eugen Schumann sitzt am Steuer eines Mercedes, der eigentlich dem befreundeten Bürgerbusverein Butjadingen gehört. Das Fahrzeug musste nach einem Unfall in Nordenham mehrere Wochen lang aufwendig repariert werden, steht jetzt aber wieder voll zur Verfügung – einschließlich des Fahrkartendruckers, dessen Fehlen die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) zum Anlass genommen hatte, die Konzession zunächst zu versagen. Doch jetzt liegt sie vor.

Spätestens nächste Woche erwartet Schumann auch den Förderbescheid der LNVG für den eigenen Bus, den der Verein anschaffen will. Das Modell ist schon ausgeguckt: ein Mercedes Sprinter, der noch für seinen Einsatz als Kleinbus umgearbeitet werden muss. Es wird ein Teilniederflurbus mit 20 Zentimetern Einstiegshöhe und einer Rampe für Rollstuhlfahrer. Sieben Fahrgäste finden Platz.

Der Aufbau dauert zehn bis zwölf Wochen, schätzt Paul-Eugen Schumann, „die Auslieferung im Februar wäre deshalb sportlich“.

Zwölf Fahrer

Insgesamt zwölf Fahrer stehen zur Verfügung, weitere sind willkommen. Schumann ist zuversichtlich, dass sich bald weitere Ehrenamtliche melden, weil der Bus jetzt regelmäßig fährt und deshalb vom abstrakten zum konkreten Projekt geworden ist.

Weitere Werbung kann aber nicht schaden, und deshalb will der Verein etwa beim Wochenmarkt in Rodenkirchen weitere Fahrer suchen. Paul-Eugen Schumann verweist darauf, dass die Fahrer zwar kein Geld für ihre Arbeit bekommen, aber auch nichts bezahlen müssen – etwa für die teure ärztliche Untersuchung, die keine Kassenleistung ist. Diese Kosten übernimmt der Verein.

Auch mehr Mitglieder will der Bürgerbusverein gewinnen; derzeit sind es 25.

Und nicht zuletzt braucht ein Bürgerbus Passagiere. Bei den Touren wollen Schumann und die anderen Fahrer genau hinhören, welche Bedürfnisse die Fahrgäste haben.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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