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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stadt bekommt Unterstützung verschrieben

15.04.2015

Nordenham /Hannover Ein gesundes Stück Hoffnung für die Region: Das Projekt zur Niederlassungsförderung von Ärzten in ländlichen Gebieten (die NWZ  berichtete) zeigt erste Wirkung. Nordenham wird von einem neuen Mediziner versorgt. Bereits seit August ergänzt Andras Machnicz das Team im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) von Dr. Michael Bodammer und Dr. Robert Ceskel.

„Das bietet ganz neue Möglichkeiten, vorher konnten wir unseren Patienten keine hausärztliche Versorgung anbieten“, sagt Robert Ceskel. Der Kardiologe lobt die 20-jährige Erfahrung des Kollegen und Landsmannes aus Ungarn. Einige Zeit bereits hätte die Praxis nach geeigneter Unterstützung gesucht.

„Es ist ein erster Erfolg, wir brauchen weitere“, sagt Helmut Scherbeitz. Der Geschäftsführer der Kassenärztlichen Vereinigung Bezirksstelle Wilhelmshaven/Oldenburg sieht den landes- und bundesweiten Fachkräftemangel in der medizinischen Versorgung noch lange nicht behoben. Der niedersachsenweite Fond zur Niederlassungsförderung von Medizinern in der Region helfe zwar im Kampf gegen den Ärztemangel, aber es gäbe noch viel Bedarf: Wie im Vorjahr wird die Stadt Nordenham mit zwei Stellen bezuschusst.

Landesweit werden 20 Zulassungen oder Anstellungen neuer Mediziner mit jeweils 50 000 Euro unterstützt. Insgesamt eine Millionen Euro investieren das Niedersächsische Sozialministerium, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und die gesetzlichen Krankenkassen in das Projekt. Junge Mediziner sollen durch die Förderung eine Motivationsspritze erhalten. „Der Bedarf ist hier vor Ort groß“, sagt Helmut Scherbeitz. Wie viel finanzielle Unterstützung das Nordenhammer MVZ erhalten hat, bleibt ein datenschutzrechtliches Geheimnis. Ganz öffentlich hingegen, sind die zu besetzenden Stellen ausgeschrieben: Inseriert wird im Niedersächsischen Ärzteblatt.

Gesucht werden ausschließlich Hausärzte. Als Internist und Chirurg betreut Andras Machnicz in der Praxis für Innere Medizin und Kardiologie somit Patienten, die keinen Facharzt brauchen. Hier seien die Versorgungslücken am größten – und sie würden zunehmen, sagt Helmut Scherbeitz: „Der Altersdurchschnitt der Ärzte liegt schon jetzt bei 60 Jahren und drüber, mittelfristig kommt also noch einiges auf uns zu.“

Während mit Andras Machnicz, selbst über 60, eine erste Linderung der Problematik für Nordenham geschaffen worden ist, soll perspektivisch weitergearbeitet werden. Der Stadt wurden somit die zwei weiteren Stellen verschrieben: Seit Februar werden neue Fachkräfte gesucht. Helmut Scherbeitz hofft – genau wie viele Patienten – auf gute Besserung.

Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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