• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Versorgung: Stadt Brake steigt bei EWE Netz mit ein

25.04.2015

Brake Die Stadt Brake wird sich an der EWE Netz GmbH beteiligen. Das hat Donnerstagabend mit großer Mehrheit der Stadtrat beschlossen. Die Kreisstadt wird mit einem Betrag in Höhe von 408 683,52 Euro einsteigen. Der könnte sogar noch deutlich höher ausfallen. Sollten sich andere Kommunen nicht in dem von EWE erwarteten Maß beteiligen, ist Brake sogar mit fast 2,6 Millionen Euro dabei.

Ralf von Dzwonowski von der EWE stellten den Mitgliedern des Stadtrats das Beteiligungsmodell vor und ließ dabei nicht unerwähnt, dass die Sache auch Risiken birgt – vor allem die, dass die EWE Netz in die Insolvenz schlittert oder der Wert des Unternehmens, der zurzeit mit 1,9 Milliarden Euro angegeben wird, sinkt. Vorteil für die beteiligten Kommunen laut von Dzwonowski: EWE garantiert ihnen eine Dividende von 4,75 Prozent – bis zum Jahr 2028.

Bürgermeister Michael Kurz (SPD) betonte, dass es bei der Beteiligung vor allem um die Sicherung der Daseinsvorsorge gehe und darum, bei den Strom-, Gas- und Kommunikationsnetzen auf Braker Stadtgebiet ein Wort mitreden zu können. Um bei EWE Netz einzusteigen, muss die Stadt neue Kredite aufnehmen. Dafür habe die Kommunalaufsicht eine Genehmigung erteilt – allerdings nur unter der Maßgabe, dass die Stadt die Dividende ausschließlich für Zins und Tilgung verwendet und bis 2028 mindestens 40 Prozent des Kredites abgezahlt sind.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die weit überwiegende Mehrheit des Rates war der Meinung, dass das Angebot attraktiv, das Risiko überschaubar sei – zumal es sich bei der EWE um ein seriöses und zum Großteil kommunales Unternehmen handele; 74 Prozent der Anteile halten die 17 Landkreise im Einzugsgebiet des Energieversorgers.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Werner Bergner sprach von einem „vernünftigen Beschluss“, Arno De Wyl (FDP) von einem „überzeugenden Konzept“. Der Ratsvorsitzende Hans-Dieter Beck (CDU) bezeichnete die EWE-Offerte als eine Chance, die es wahrzunehmen gelte. „Was hindert uns daran, auch mal neue Wege zu gehen, wenn das Risiko überschaubar ist?“, fragte Walter Erfmann (WGB).

Eine ganze Menge, findet der Finanzausschuss-Vorsitzende Holger Wiechmann (SPD). Er sei nicht dafür gewählt worden, mit dem Geld der Bürgerinnen und Bürger „zu zocken“. Es gehöre nicht zu den Aufgaben einer Stadt, sich an Unternehmen zu beteiligen. Er riet dringend dazu, von der Sache „die Finger zu lassen“. Er habe „damit persönlich sehr große Bauchschmerzen, weil ich die Risiken nicht einschätzen kann“, plädierte Dragos Pancescu (Grüne) ebenfalls gegen die Beteiligung. Bei der Beschlussfassung stimmte auch Ernst Juranek (SPD) dagegen.

Indes: Brake ist nicht die erste Wesermarsch-Kommune, die eine Beteiligung erwirbt. Nordenham, Ovelgönne und Lemwerder sitzen ebenfalls mit im Boot.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2204
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.