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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Brake hat eine Öl-Firma am Haken

24.07.2015

Brake Das Schweizer Unternehmen Alsoil will nach Recherchen der NWZ  39 Millionen Euro in den Standort Brake investieren. Auf dem ehemaligen Gelände der Lühring-Werft am Weserdeich soll eine Raffinerie entstehen. Dort sollen Bilgen- und Altöle mittels eines sogenannten Thermolyseverfahrens zu Industrial Gasoil (IGO, Bestandteil zur Herstellung von Dieselkraftstoffen) und Leichtpetroleum (gemeinsam 16 000 Tonnen pro Jahr) recycelt werden. Das könnte der Stadt 50 neue Arbeitsplätze bringen.

Sowohl Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD) als auch die Firma Alsoil bestätigten die NWZ -Recherchen am Donnerstag. „Wir sind sehr am Standort Brake interessiert“, sagt Horst Schueble, bei Alsoil zuständig für die Abteilungen Forschung und Technik. Das ehemalige Gelände der Lühring-Werft sei für das Vorhaben wie geschaffen. Bestehende Gebäude könnten in das neue Firmenkonzept übernommen werden. Als sogenannte Sekundärprodukte sollen aus dem Öl-Recycling Gas (2400 Tonnen pro Jahr) und Bitumen (5600 Tonnen pro Jahr) entstehen. Bisher kommt das Verfahren in einer Pilotanlage in der Schweiz zum Einsatz.

Nach Informationen der NWZ  prüft das Unternehmen derzeit zudem, mit CO2-Zertifikaten zu handeln. Firmeninternen Papieren zufolge gelte das „als sehr wahrscheinlich“. Die Bauzeit der Anlage, inklusive aller Genehmigungs- und Abnahmeverfahren, beträgt 30 Monate. „Wir möchten so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen“, sagt Schueble im NWZ-Gespräch.

Das Verfahren, mit dem die Firma in Brake arbeiten möchte, sei „sehr nachhaltig“. Geruchsbelästigungen soll es für die Anwohner nach Inbetriebnahme nicht geben. In einem weiteren Schritt soll ein Schulungszentrum entstehen. Dort will die Firma Kunden den Umgang mit der Technologie vermitteln. Es sei nämlich geplant, Anlagen zu verkaufen.

In einer nichtöffentlichen Sitzung hatte sich das Unternehmen der Braker Politik vorgestellt. Für Kurz ist das Interesse der Schweizer wie ein Hauptgewinn im Lotto. „Ich stehe voll hinter diesem Projekt“, sagt er. Vorausgesetzt, die Anwohner würden durch die Anlage nicht belastet. Das könnte mittels Gutachten geprüft werden. Auch das niedersächsische Wirtschaftsministerium sei bereits eingebunden, so der Bürgermeister.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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