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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stark für Naturschutz

15.12.2017

Dass Insekten in der heutigen Kulturlandschaft einen schweren Stand haben, haben die Nachwuchs-Naturschützer des Rudi-Rotbein-Clubs in den vergangenen Wochen gelernt. Monokulturen und Insektizideinsatz in der Landwirtschaft sowie aufgeräumte Gärten lassen den geeigneten Lebensraum immer kleiner werden. „Das Insektensterben schreitet stark voran“, betonte daher auch Franz-Otto Müller vom Naturschutzbund (NABU) Wesermarsch.

Um den sechsbeinigen Tieren zu helfen, sind die Mädchen und Jungen jetzt tätig geworden. Denn sie haben noch etwas gelernt: Ohne Insekten geht es nicht. Bienen, Hummeln und Co. sind bei der Bestäubung auch von Nutzpflanzen nicht zu ersetzen. „Wir brauchen auch die Wildbienen zur Bestäubung unterschiedlicher Obstsorten. Ohne Obst können wir einpacken“, wurde Müller deutlich.

Bei ihren Gruppentreffen tun die Rudi-Rotbein-Kinder immer wieder etwas für den Artenschutz. Sie haben schon Nistkästen und Futterhilfen gebaut. Jetzt kamen Hornissenkästen hinzu. Die größte heimische Faltenwespenart sei eine „ganz wichtige Insektenart“, so Müller. Auch wenn sie nicht zur Bestäubung beitrage, reguliere sie den Bestand an für den Menschen lästigen Insekten. Nachdem Bausätze angeschafft worden waren, wurden diese von den Kindern unter Mithilfe einiger Eltern zusammengebaut. Im Kreishaus wurden sie nun an Frank Bierkamp überreicht. Der ehrenamtliche Landschaftswart für Hornissen wird diese künftig an geeigneten Ställen aufhängen. Auch zur Umsiedlung von Hornissennestern kann er die Kästen nutzen.

Engagiert sind auch die Landfrauen in der Wesermarsch. Und da auch LzO-Regionaldirektor Andreas Vollert davon überzeugt ist, kam er der Bitte des Kreislandfrauenverbandes Wesermarsch um Unterstützung gerne nach. Aus dem Gewinnsparen überreichte er jetzt 1000 Euro an die 1. Vorsitzende Ute Cornelius und die 2. Vorsitzende Urte Syassen. Der Kreislandfrauenverband Wesermarsch ist der Zusammenschluss der 15 Ortslandfrauenvereine in der Wesermarsch mit mehr als 2000 Mitgliedern.

Beim Besuch in der LzO berichten die beiden Vorstandsfrauen von den vielfältigen Aktivitäten übers Jahr – von Aktionen mit lokalen Produkten über Vorträge und Kochkurse für Kinder bis hin zum Braker Herbstmarkt. Ein Schwerpunkt der Arbeit im kommenden Jahr sollen ländliche Kulturgüter werden, so Ute Cornelius. Ein weiteres wichtiges Thema sei den Landfrauen die Stärkung der Alltagskompetenzen, ergänzt Urte Syassen. Um die Generation von morgen in Sachen Haushaltsmanagement vorzubereiten, sei auch ein eigenes Schulfach wünschenswert. Nicht zuletzt sei aber auch Geselligkeit ein ganz wichtiger Aspekt im Landfrauenleben.

„Alle Landfrauen sind Teil eines großen Netzwerkes, das sich für die Interessen der Frauen und Familien im ländlichen Raum einsetzt“, hat Vollert so begeistert erfahren. „Auf zahlreichen Veranstaltungen gibt es vielseitige Informationen zu aktuellen Themen und zur persönlichen Weiterbildung.“ Um diese Arbeit künftig noch effektiver gestalten zu können, hatten die Landfrauen um Unterstützung bei der Anschaffung eines Laptops und eines Druckers gebeten. „Wir sind auf diese neue Technik angewiesen, um all unsere Mitglieder schnell zu erreichen“, betonte Ute Cornelius. Wichtig ist ihr auch zu betonen, dass mittlerweile nur noch eine Minderheit der Mitglieder direkt aus der Landwirtschaft kommt. Auch immer mehr Frauen aus den städtischen Bereichen seien an der Arbeit und am Angebot der Landfrauen interessiert. Frauen könnten sich jederzeit an ihren örtlichen Landfrauenverein wenden. Kontaktdaten gibt es im Internet unter


     www.landfrauen-wesermarsch.de 
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