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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Starke Nerven muss man haben

02.07.2010

BRAKE Nein, mit dem was im Fernsehen gezeigt werde, habe der Beruf nicht viel zu tun: „Mir war klar, dass man nicht ständig an Pools, Villen und Stränden ermittelt“, sagt Steffen Hellbusch. Der 21-Jährige absolviert eine Ausbildung zum Polizisten. Dass er dabei auch viel Büroarbeit zu erledigen hat, stört den Nordenhamer nicht im geringsten. „Das gehört halt auch dazu.“

Seit April ist der 21-Jährige auf der Polizeidienststelle in Brake. Das Praktikum ist Teil eines dreijährigen bezahlten Studiums, das zum größten Teil in einem der drei Standorte der 2007 gegründeten Polizeiakademie in Hannoversch Münden, Nienburg und Oldenburg absolviert wird.

Dort erwartet die Studenten eine Mischung aus Theorie und Praxis. Neben rechtlichen Grundlagen werden der Umgang mit dem Bürger, das Schießen und die Durchsuchung von Tatorten gelehrt. Auch wenn die Praxis mehr Spaß mache, weiß Steffen Hellbusch um die Bedeutung der Theorie: „Ohne die wissen wir nicht, wie wir uns im Einsatz verhalten dürfen.“

In Brake absolviert Steffen Hellbusch derzeit sein Ermittlungspraktikum – seine Aufgabe dort, wie der Namen schon sagt: ermitteln. Er muss Beschuldigte vorladen, Zeugen befragen, dabei stets ein Gespür dafür haben, welche Person vertrauenswürdig ist. „Man muss Menschen lesen können“, sagt Steffen Hellbusch zum Anforderungsprofil eines Polizisten. Das Reizvolle am Polizistendasein sei der oftmals nicht vorhersehbare Tagesablauf: „Es kann immer was passieren. Ständig wird man mit neuen Herausforderungen konfrontiert“.

Und diese Herausforderungen können zuweilen auch alles andere als angenehm sein. Bei seinem Einsatzpraktikum in Nordenham erlebte Steffen Hellbusch das, was für viele Polizisten wohl das Schlimmste an ihrem Beruf ist: einen Verkehrsunfall, bei dem Menschen ums Leben kommen. „Man muss versuchen, so sachlich wie möglich zu bleiben. Trotz der schlimmen Situation darf man nicht den Überblick verlieren“, sagt der Azubi. Schließlich gehe es darum, Gefahr für andere abzuwenden. Erst im Nachhinein könne man Gedanken zulassen – dann sollte man aber den Mut haben, mit Kollegen zu sprechen: „Man wird hier nie im Stich gelassen“, ist seine Erfahrung.

Auch Beschimpfungen von Betrunkenen hat Hellbusch schon über sich ergehen lassen müssen – für ihn kein Problem: „Das geht bei mir rein und wieder raus.“ Provozieren lassen dürfe man sich nie, starke Nerven seien Grundvoraussetzung für diesen Job. Doch eigentlich sei das für Steffen Hellbusch alles schon vorher klar gewesen. Kein Wunder: Sein Vater ist schließlich selbst Polizist, der Sohn praktisch mit dem Beruf aufgewachsen. Für ihn steht fest: „Ich habe meinen Traumjob gefunden“ – auch ohne spektakuläre Fälle an Pools, Villen oder Stränden.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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