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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Landwirtschaft: Statt Mais nur Gülle und Mist in Biogasanlage

22.07.2015

Butzhausen Zunehmende Anfeindungen waren der Anlass für Landwirt Henning Kruse, mit einer großen öffentlichen Einweihungsfeier Einblick in seine Betriebe zu gewähren. Vorurteile abbauen, einen Blick in den neuen Boxenlaufstall werfen und sich die Biogasanlage erklären lassen – all das konnten die zahlreichen Besucher; nebenbei informierten Kruses Partnerfirmen. Für Kinder gab es Mitmachspiele.

Mais, ein Lebensmittel, in eine Biogasanlage zu werfen, käme für den Butzhauser Landwirt nicht infrage. „Ich mag meine Kühe viel lieber als Maisfelder“, sagt er. Die mit Mais betriebenen Anlagen lohnen sich im Endeffekt nur durch die vielen Fördergelder, ist er überzeugt. Darum entschloss er sich, Energiegewinnung und Milchviehhaltung durch ein mit Gülle und Mist gespeistes Biogasanlagenmodell nachhaltig zu kombinieren.

75 Kilowatt in Stadtgasqualität – mehr sind nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht erlaubt – werden damit erzeugt. Überschüsse werden abgefackelt. Die Gärreste, die hinterher als Dünger ausgebracht werden, haben den Vorteil, dass sie kaum noch zu riechen sind, erklärt Kruse. Ein weiterer Vorteil sei, dass aufgrund dieser „optimalen Haltungsform“ der Tierarzt ein seltener Gast auf seinem Hof sei.

Weitere 780 Kilowatt speist der Landwirt, der vier Betriebe bewirtschaftet, zusätzlich mit den auf den Stalldächern installierten Solaranlagen ins Stromnetz ein. Das reicht für bis zu 230 Haushalte.

Der Mais, der auf 29,5 Hektar seiner Felder wachse, sei hingegen als Futtermittel für die derzeit 280 Tiere bestimmt. Um rentabel zu arbeiten, soll die Zahl der Kühe auf 300 aufgestockt werden. Auf 150,5 Hektar Grünland genießen sie den Auslauf.

Bis zu 7000 Liter Milch produziert der Betrieb so täglich. Acht Mitarbeiter beschäftigt Henning Kruse.

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