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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Helios-Klinik In Nordenham: Stellenabbau vorerst wohl ohne Kündigungen

28.01.2015

Nordenham Das Wirtschaftsunternehmen Krankenhaus Nordenham liegt auf der Intensivstation. Wenn es nicht am großen Tropf des Helios-Konzerns hängen würde, wäre es schon längst gezwungen, zum Insolvenzrichter zu gehen. So hat Helios-Regionalgeschäftsführer Dr. Dr. Jan Leister am Dienstag auf Anfrage der NWZ  die Situation beschrieben und den geplanten Stellenabbau begründet.

Im vergangenen Jahr ist seinen Angaben zufolge ein Defizit von 5 Millionen Euro erwirtschaftet worden. Wie berichtet, hatte Vorgänger-Betreiber Rhön im Jahr zuvor, 2013, einen gleich hohen Fehlbetrag verbucht.

Hauptursache für diese beiden Jahre mit 5-Millionen-Verlusten ist laut Jan Leister die Unsicherheit über die Zukunft des Klinikstandortes Nordenham gewesen. Das habe sich zwar geändert, nachdem Helios am 1. September bekannt gegeben hatte, den Klinikneubau in Esenshamm vollenden und dort ein neues Krankenhaus betreiben zu wollen. Eine richtig gute Belegung sei aber erst Mitte/Ende Oktober erreicht worden. Der Trend im neuen Jahr sei positiv. Um annähernd an eine schwarze Null heranzukommen, sei trotzdem Personalabbau zwingend.

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110 statt 150 Betten

Dabei muss laut Helios-Geschäftsführer berücksichtigt werden, dass der Personalbestand seit Jahren auf ein 150-Betten-Haus ausgerichtet ist. Schon zu Rhön-Zeiten ist die Bettenzahl auf 115 reduziert worden. Seit 1. Januar dieses Jahres sind es nur noch 110.

Zurzeit hat die Klink rund 300 Mitarbeiter, darunter 30 Reinigungskräfte eines Tochterunternehmens. Viele sind teilzeitbeschäftigt.

Wie die NWZ  berichtete, gehen angeblich gut informierte Kreise davon aus, dass Helios in Nordenham etwa 40 Stellen streichen will. Der Helios-Regionalgeschäftsführer bestätigte diese Zahl am Dienstag auch in einer Mitarbeiterversammlung nicht. Denn es gehe nicht um eine bestimmte Zahl von Stellen.

Konkret will Helios laut Jan Leister jährlich 1,5 bis 2 Millionen Euro Personalkosten einsparen. Um ein neues 5-Millionen-Defizit zu vermeiden, sollen zudem 2,5 bis 3 Millionen durch eine bessere Auslastung, sprich mehr Patienten, erzielt werden.

Darüber hinaus könne ein Teil der Kosten durch Einkaufsvorteile aufgefangen werden, die Helios als großes Unternehmen mit 110 Krankenhäusern in Deutschland nutzen kann. Extrem hohe Heizkosten sowie viele Reparaturen ließen sich dagegen erst nach Eröffnung der neuen Klinik in Esenshamm vermeiden.

Blick auf neue Klinik

Helios will den Personalabbau möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen erreichen. „Wir wollen sozialverträgliche Lösungen finden“, betonte Regionalgeschäftsführer Jan Leister gegenüber der NWZ . Das sei zwar teurer als ein Sozialplan, aber dadurch könnten jüngere Mitarbeiter gehalten werden, die für die neue Klinik benötigt werden.

Nur 20 bis 30 Prozent der Personaleinsparungen (etwa 600 000 Euro) sind im Pflegebereich vorgesehen. Der ärztliche Dienst wird gar nicht angetastet. Erst auf Nachfrage der NWZ  bestätigte Jan Leister, dass die Küche mit zurzeit acht Beschäftigten (4,5 Stellen) zum 1. April geschlossen wird. Das Essen wird aus der neuen Küche der Helios-Klinik Cuxhaven angeliefert.

Jan Leister unterstrich: „Wir sparen das Haus nicht kaputt, sondern stellen es wirtschaftlich auf solide Beine. Das ist bisher nicht gemacht worden – auch nicht zu früheren Zeiten in der Trägerschaft des Landkreises.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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