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NWZonline.de Region Wesermarsch Wirtschaft

Stiftung kann Arbeit aufnehmen

09.03.2013

Eckwarderhörne Ende gut – alles gut: Nun müssen nur noch die mündlichen Zusagen für den Erhalt des ehemaligen Leuchtfeuers in Eckwarderhörne in schriftliche Verträge gegossen werden. Die Voraussetzungen dafür hat jetzt das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport mit der Anerkennung der Rechtsfähigkeit der „Stiftung Oberfeuer Preußeneck“ geschaffen.

Die hatte noch Ende vergangenen Jahres der Vorstand des Vereins „Bürgerinitiative Leuchtfeuer Eckwarderhörne“ in Personen der beiden Vorsitzenden Wilhelm Has und Wolfgang Kasten beantragt. Damit wurde nach vielen Verhandlungen eine Bedingung des Landes Niedersachsen erfüllt. Möglich machten das der Landkreis Wesermarsch und die Gemeinde Butjadingen, die das Grundstockkapital in Höhe von 25 000 Euro (20 000 Euro Kreis/5000 Euro Gemeinde) bereitstellten.

Das 50 Jahre alte, 45 Meter hohe und mittlerweile unter Denkmalschutz stehende Oberfeuer in Eckwarderhörne hat als Seezeichen ausgedient. Es wurde im Zuge des Baus des Jade-Weser-Ports durch eine neue Richtfeuerlinie Jappensand ersetzt. Im Planfeststellungsbeschluss ist der Abriss des Turmes verfügt. Der Auftrag dafür wurde auch vergeben.

Seit 2009 setzt sich die dafür gegründete Bürgerinitiative Leuchtfeuer Eckwarderhörne für den Erhalt des auch die Landschaft prägenden Wahrzeichens des ehemaligen Preußen-Ecks ein.

Dessen neuer Eigentümer soll jetzt die Stiftung werden. Sie erhält den Turm von der Jade-Weser-Port-Realisierungsgesellschaft. Diesem Unternehmen der Länder Niedersachsen und Bremen war das Leuchtfeuer nach seiner Außerdienststellung als Seezeichen von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übertragen worden.

Mit dem Turm erhält die Stiftung aber auch 100 000 Euro. Es handelt sich dabei um die eingesparten Abrisskosten. Sie sollen insbesondere für die farbliche Neugestaltung des Turmes verwendet werden, der seine rote Signalfarbe nicht behalten darf.

Die „Stiftung Oberfeuer Preußeneck“ wird jetzt ihre Arbeit aufnehmen, wofür ihr von der Bürgerinitiative ein Betriebskapital von 5000 Euro zur Verfügung gestellt wird. In der zweiten März-Hälfte treten das Kuratorium und der Vorstand der Stiftung, dessen Mitglieder vom Vorstand der Bürgerinitiative und damit von den Gründern der Stiftung benannt wurden, zur konstituierenden Sitzung zusammen.

Der Vorstand wird sich aus dem Vorsitzenden Ernst Tannen (Nordenham), Geschäftsführer Lutz Timmermann (Burhave) und Kassenführerin Angela Springer (Eckwarden) zusammensetzen. In das Kuratorium wurden als Vorsitzender Klaas-Heinrich Peters (Oldenburg) sowie Sigrid Rakow (Edewecht), Hans-Rudolf Mengers (Stollhamm), Ewald Deharde (Tossens), Gerhard Bruns (Burhave) und Lür Blanke (Eckwarden) berufen.

Die mittlerweile 90 Mitglieder starke Bürgerinitiative soll weiter bestehen bleiben. Sie wird die Entscheidungen der Stiftung vorbereitet und auch mit Aktionen und Veranstaltungen Geld einwerben, während sich die Stiftung um öffentlichen Fördermittel bemühen wird. Die erste Entscheidung, die in der Bürgerinitiative – in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde – getroffen werden soll, ist die künftige farbliche Gestaltung des Turmes.

Rolf Bultmann
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

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